Drei Tage lang wurde in Neukirchen das 750. Jubiläum begangen

Ein Dorf feiert sich selbst

Zogen alle Blicke auf sich und machten ordentlich Lärm: die Rennmotorräder.

Neukirchen. 750 Jahre in drei Tagen. Um ihr 750-jähriges Dorfjubiläum gebührend zu feiern, waren die Neukirchener und natürlich auch viele Nachbarn der anderen Haunetaler Ortsteile von Freitag bis Sonntag auf den Beinen.

Nachdem der Freitagnachmittag ganz im Zeichen der Gesundheit gestanden hatte, wurden die Festlichkeiten mit dem Festkommers am Abend offiziell eröffnet. Durch das bunte Programm mit Musikbeiträgen, Tanzeinlagen und historischen Geschichten führten launig Jürgen Gleitsmann und Christiane Hofmann vom FC 09 Neukirchen.

Glückwünsche

In Vertretung des erneut erkrankten Bürgermeisters Stefan Euler sprach die Erste Beigeordnete Almuth von Campenhausen, die an wichtige Meilensteine in der Geschichte Neukirchens erinnerte. Glückwünsche und Präsente überbrachten die politischen Vertreter der Region, allen voran Landrat Dr. Karl-Ernst Schmidt, der den größten Haunetaler Ortsteil als „schmucke Perle“ bezeichnete. Die Mitglieder des Festausschusses nutzten die Gelegenheit, um sich noch einmal bei allen Helfern und Sponsoren zu bedanken, ohne die ein solches Fest nicht möglich gewesen wäre.

Rund 500 Gäste fanden sich laut Ortsvorsteher Michael Tegl am Samstagabend zum Musikabend im Festzelt ein. „Jung und Alt haben gerockt“, freute sich Tegl über das gelungene Experiment, auf Musik der etwas härteren Gangart zu setzen.

Lange ausschlafen konnten die Neukirchener gestern jedoch nicht. Nach dem ökumenischen Gottesdienst begann um 11 Uhr der stehende Festzug im Dorf. Zahlreiche Haunetaler Vereine, Firmen und Bürger beteiligten sich mit Ständen und Aktionen daran, aber auch aus den umliegenden Gemeinden waren Gruppen angereist, um den Zug mit ihren Beiträgen zu bereichern. Ob Wolle spinnen, Heu machen, die Bilderausstellung am Bahnhof oder das kleine Theaterstück der vierten Klassen der Haunetal-Schule: Auch die dörfliche Vergangenheit war am Sonntag präsent. Sportlich ging es beim Soccerturnier vorm Bürgerhaus zu, rasant bei den Präsentationsfahrten der Rennmotorräder.

„Wir sind mehr als zufrieden“, lautete die erste Bilanz der drei „Feiertage“ von Ortsvorsteher Michael Tegl gestern Nachmittag. Gemütlich zurücklehnen können sich die Mitglieder des Festausschusses aber noch nicht: Heute wird das Zelt abgebaut, und auch einige „administrative Arbeiten“ stehen noch an. Michael Tegl ist zuversichtlich, dass am Ende ein kleines Plus in der Kasse übrig bleibt.

Morgen mehr

Von Nadine Maaz

Kommentare