Feuerwehren probten bei Herbstübung in Leibolz für den Ernstfall

Brand gelöscht, Leben gerettet

Geschafft: Die Feuerwehrleute haben die Herbstübung in Leibolz gut gemeistert. Foto: Burkhardt

Leibolz. Rauch steigt aus dem Fenster des Verwaltungsgebäudes der Firma Ley in Leibolz, Sirenen erklingen, und nur kurze Zeit später rücken die Einsatzfahrzeuge der Freiwilligen Feuerwehren Leibolz, Leimbach und Eiterfeld an.

Was im ersten Moment nach ernsthafter Gefahr klingt, ist bloß eine Übung. Am Wochenende fand die Herbstabschlussübung unter der Leitung von Gemeindebrandinspektor Stephan Heimeroth in der Maschinenbaufirma Ley von Berthold Kircher statt.

Insgesamt 13 verschiedene solcher Unfallszenarien, einschließlich der Übung in Eiterfeld, wurden in der Zeit von Mittwoch bis Samstag geprobt. Alle Freiwilligen Feuerwehren des vierten Bezirkes, welcher dem Altkreis Hünfeld entspricht, nahmen daran teil. „Ziel dieser Übungen ist es, möglichst realistische Einsatzszenarien für unsere Feuerwehren zu schaffen“, erläutert Heimeroth. „Die Feuerwehren sollen lernen, mit Stresssituationen umzugehen und trotz allem schnell und lebensrettend handeln zu können.“

Bei der Übung in der Firma Ley stand die Menschenrettung an erster Stelle. Das Einsatzszenario: Durch einen elektrischen Defekt war ein Brand im Hauptgebäude ausgebrochen, das Treppenhaus war stark verqualmt. Außerdem galten drei Personen als vermisst. Durch Freiwillige, die sich als „Opfer“ im Gebäude aufhielten, und eine Nebelmaschine für eine realistische Rauchbildung wurden schwierige Bedingungen für die Männer und Frauen der Feuerwehren geschaffen. Es galt, so schnell wie möglich die noch im Gebäude befindlichen Opfer zu retten, die aufgeregten Schaulustigen zu beruhigen und den Brand zu löschen.

Unter der Kontrolle von vier Einsatzbeobachtern wurden zunächst von drei Hauptleitungen aus Schläuche gelegt, um das fiktive Feuer zu löschen. Gleichzeitig begaben sich Suchtrupps in das Gebäude, um die vermissten Personen zu retten. Binnen einer Viertelstunde war die Lage unter Kontrolle und die Opfer waren gerettet.

Bei der Abschluss-Besprechung bedankte sich Firmeninhaber Berthold Kircher für das Engagement der Freiwilligen und lobte ihre ehrenamtliche Arbeit. Gemeindebrandinspektor Heimeroth wies auf die hohe Relevanz dieser Probeläufe für die freiwilligen Feuerwehren hin: Schließlich kämen richtige Einsätze nur selten vor, weshalb es umso wichtiger sei, nicht aus der Übung zu kommen und ständig vorbereitet zu sein.

Insgesamt erhielten die Feuerwehren viel positive Rückmeldung von den Einsatzbeobachtern, die unter anderem die gute Zusammenarbeit sowie die schnelle Menschenrettung lobten.

Von Julia Schaum

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