Weihnachtskonzert in Neukirchen

Beschwingter Start in den Advent

Zusammenspiel: Bigband des Musikvereins Haunetal und der Chor CantaRhina traten beim Adventskonzert in Rhina auf. Foto: Jeuthner

Neukirchen. Ein Weihnachtskonzert der etwas anderen Art wurde am Samstagabend im Bürgerhaus Neukirchen geboten. Der Musikverein Haunetal, der Posaunenchor der evangelischen Kirche und der CantaRhina hatten sich zusammengetan, um die Besucher auf ihre Art auf die bevorstehende Weihnachtszeit einzustimmen.

Wo zunächst Besinnliches zu hören war – der Posaunenchor unter der Leitung von Lea Katharina Müller brachte das „Turmlied“ und das „Präludium in C“ – überraschte anschließend die Bigband des Musikvereins Haunetal mit ihrem Leiter Andreas Rusch die Zuhörer ganz und gar nicht leise mit bestem Swing. Bekannte Broadway-Melodien wie „New York, New York“ und „On Broadway“ im lockeren Wechsel mit Weihnachtlichem wie „Swinging Little Drummer Boy“ oder dem englischen Weihnachtlied „Good King Wenceslas“ veranlassten manch einen der Anwesenden auf seinem Stuhl zum „Mit-swingen.

Stimmige Akzente setzte der Chor CantaRhina, der mit Sebastian Bethge – seines Zeichens Bezirkskantor an der Stadtkirche Bad Hersfeld – neue Dimensionen hinsichtlich des künstlerischen Anspruchs erreicht. Neben dem traditionellen „Tochter Zion“ und „Wieder naht der heil’ge Stern“ intonierten die Chormitglieder unter anderem mitreißend schwungvoll „Aquarius – Let the sunshine in“ und den „kleinen grünen Kaktus“, der hier – so eine der Sängerinnen – dem Anlass entsprechend mal eben zum Weihnachtskaktus umfunktioniert wurde. Überaus beeindruckend war auch der Vortrag des alten französischen Liedes „Il est bel et bon“ von Pierre Passereau, das den leidenschaftlichen Dialog zweier Frauen schildert, die die Qualität ihrer Männer („er schlägt mich nicht“) preisen. Mit „Siyahamba“, einem Lied aus Südafrika, zeigten die Sänger einmal mehr die ganze Bandbreite ihres Könnens.

Nicht ohne Zugabe

Langanhaltender Applaus bestätigte alle Vortragenden, und ohne eine Zugabe wurde keiner der Mitwirkenden „entlassen“. Durch das Programm führte Frank Wiegand, der allen Mitwirkenden und Helfern für ihren Einsatz dankte und Menschen mit Interesse am Musizieren einlud, sich an den jeweiligen Chor zu wenden und einfach mitzumachen.

Sein besonderer Dank galt auch dem Ehepaar Stein für die Überlassung des Saales.

Von Elfriede Jeuthner

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