Bauarbeiten für neues Pfarrzentrum beginnen – Landrat übergibt Förderbescheid

Ein Ort der Begegnung

So soll es aussehen: Das Modell zeigt das neue Pfarrzentrum mit Schwesternhaus (Vordergrund) und die Pfarrkirche. Foto: nh

Eiterfeld. „Wenn Menschen guten Willens sind, wird’s was“, befand Dechant Markus Blümel, als er von Landrat Bernd Woide einen Förderbescheid über 150 000 Euro aus Leader-Programm „Regionale Wertschöpfung und Lebensqualität“ für den Neubau eines Pfarrzentrums in Eiterfeld entgegennahm. Und er lud die Anwesenden auch gleich zur Einweihung im Spätherbst 2012 ein.

In der nächsten Woche beginnen die Bauarbeiten, nachdem ein an dieser Stelle hinter der Pfarrkirche St. Georg nicht mehr sanierungsfähiges Gebäude bereits abgerissen ist. „Wir befinden uns auf der Zielgeraden“, so der Geistliche zum Zentrum in der Marktgemeinde, das dem Pastoralverbund zur Verfügung stehe und somit auch zu einer Begegnungsstätte für alle Generationen werde.

Insgesamt knapp 2 Millionen

Laut Jürgen Krieg vom Eichenzeller Architekturbüro Krieg + Warth kostet der Neubau insgesamt 1,5 Millionen Euro. Weitere 400 000 Euro mache die Sanierung des ehemaligen Schwesternhauses, dessen Arbeiten unter denkmalpflegerischen Gesichtspunkten bereits weit vorangeschritten sind, aus. Diese förderte das Landesamt für Denkmalpflege Hessen mit 30 000 Euro.

Während in diesem künftig die Arbeit mit Kindern stattfinden soll und unter anderem die Einrichtung einer Bibliothek im Obergeschoss beabsichtigt ist, werden die Räumlichkeiten im Erdgeschoss des Neubaus als Saal, als Seminarraum und als Foyer genutzt. Dessen Untergeschoss ist für Funktionsräume und einen Jugendraum vorgesehen. Ein zu gestaltender Außenbereich schließt sich an.

Treffpunkt der Generationen

Landrat Woide bezeichnete die Maßnahme als eine wichtige im Kernbereich des Dorfes und als ein Modellprojekt für andere. Es gehe auch darum, Menschen in der Region zu halten.

Das Pfarrzentrum sei konzipiert als generationsübergreifender Treffpunkt für das gesamte Pfarrspiel. „Es ist offen für Gruppen aus der gesamten Region.“

510 000 Euro aus Spenden

Von einem richtungs- und zukunftsweisenden Projekt sprach Dechant Blümel. Den größten Teil der Kosten trage das Bistum Fulda, das durch dessen neuen Finanzvorstand Gerhard Stanke vertreten war. Allerdings muss die Kirchengemeinde rund 510 000 Euro selbst schultern, die aus Spenden generiert werden sollen.

Dass das ehemalige Schwesternhaus neben der Pfarrkirche und dem alten Amtsgerichtsgebäude erhalten werden konnte, stellte Bürgermeister Hermann-Josef Scheich besonders heraus. Damit bleibe der historische Ortskern gewahrt.

Dr. Hubert Beier, Vorsitzender des Vereins Natur- und Lebensraum Rhön, unterstrich, die „Gesamtmaßnahme passt haargenau, deshalb fand sie unsere Befürwortung und unsere breite Unterstützung.“

Hintergrund

Von Karl-Heinz Burkhardt

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