Kritik aus Bad Hersfeld an Banken-Hochzeit 

Raiffeisenbank Haunetal will Fusion mit VR-Bank in Hünfeld

Zeit für Fusionen: von links Heinrich Heimroth und Tim Schnabel (Vorstände der Raiffeisenbank), sowie Walter Mengel und Werner Eichler, vom Vorstand der VR-Bank Nordrhön. Foto: Struthoff

Haunetal. Die Raiffeisenbank Haunetal will mit der weitaus größeren VR-Bank Nordrhön mit Sitz in Hünfeld fusionieren. Darüber hat der Vorstand schriftlich die rund 2300 Mitglieder der Genossenschaftsbank informiert, die letztlich über die Verschmelzung entscheiden müssen.

 „Wir kommen um einen Zusammenschluss nicht herum“, sagte Bankvorstand Heinrich Heimroth. Grund dafür seien vor allem stetig rückläufige Betriebsergebnisse, die Niedrigzinspolitik aber auch die immer strengeren Finanzmarktauflagen. Zuvor hatte die Raiffeisenbank auch Gespräche mit der VR-Bank Bad Hersfeld-Rotenburg geführt. „Wir haben uns letztlich für den stärkeren Partner entschieden“, erklärte Vorstandsmitglied Tim Schnabel mit Blick auf die höhere Bilanzsumme der Hünfelder.

Die VR-Bank in Bad Hersfeld reagiert mit Bedauern auf die Entscheidung. „Wir sind irritiert, denn es hat nur ein Sondierungsgespräch stattgefunden“, sagte Vorstandschef Thomas Balk der HZ. Zudem seien 80 Prozent der Haunetaler Kunden nach Hersfeld orientiert. Unter dieser Entscheidung werde der Kreis Hersfeld-Rotenburg leiden. (kai)

 

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