SynEnergie hat Interesse am Vorranggebiet – Bürgermeinungen gehen auseinander

Bald Windräder in Ufhausen?

HEF_B_01 ist die Fläche im Gemeindegebiet Schenklengsfeld, auf der sich der bestehende Windpark befindet. Der Bereich FD_006 ist das geplante Vorranggebiet in Ufhausen, über das diskutiert wurde. Laut dem Interessenten SynEnergie seien dort bis zu vier Anlagen denkbar. Foto: nh/SynEnergie

Ufhausen. Die einen sind dafür, die anderen dagegen: Wenn es um Windkraft geht, treffen stets unterschiedliche Positionen aufeinander. Dies wurde auch bei der Bürgerversammlung am Montagabend im Dorfgemeinschaftshaus in Ufhausen deutlich, zu der die Marktgemeinde Eiterfeld eingeladen hatte. Ganz konkret ging es dabei um eine Fläche in Ufhausen – und am Rande der Veranstaltung wurde deutlich, dass es für diese auch bereits einen Interessenten gibt, der sich dort bis zu vier Anlagen vorstellen kann.

Etwa 80 Bürger nutzten die Gelegenheit, um sich zu informieren sowie ihre Bedenken vorzutragen. „Ein Stimmungsbild“ hatte sich Bürgermeister Hermann-Josef Scheich gewünscht, denn die Versammlung sollte auch der Vorbereitung einer Stellungnahme von Seiten der Gemeinde zum Teilregionalplan Windenergie des Regierungspräsidiums Kassel dienen, die die Kommune bis Mai abgeben muss. Erläutert wurde das Thema Windkraft im Landkreis Fulda von Bruno Günkel, der als Fachdienstleister beim Kreis für die Koordinierung der Regionalplanung in Sachen Windkraft zuständig ist. Er nannte einige Zahlen zum Potential der Windkraft in Fulda und erklärte die Windkraftplanung „vom Suchraum zum Eignungsraum“ und schließlich zum Vorranggebiet.

In der Gemarkung Ufhausen liege von ursprünglich über 400 Hektar untersuchter Fläche die einzige Fläche, die laut Landkreisgutachten „bedingt geeignet“ ist, um dort Energie aus Windkraft zu erzeugen. Das Gebiet grenzt an den bereits bestehenden Windpark in Schenklengsfeld (Landkreis Hersfeld-Rotenburg) an, der von der ortsansässigen Firma Windkraft Eichberg GmbH betrieben wird und demnächst „repowered“ und nach Osten erweitert werden soll (Text rechts). Die Ausweisung der Ufhäuser Fläche im Regionalplan stellt zunächst allerdings nur das Planungsrecht sicher, Baurecht liegt damit noch nicht vor.

Interesse an dem Gebiet meldet aber schon die ÜWAG-Tochter SynEnergie GmbH an, deren Vertreter auch bereits an rund 60 Grundstücksbesitzer herangetreten seien. Wolfgang Ruch ist sowohl für die Windkraft Eichberg GmbH als auch für SynEnergie und deren Projekte verantwortlich. Laut Ruch sei für beide Projekte eine Bürgerbeteiligung vorgesehen, „so wie sie seit Jahren in Schenklengsfeld erfolgreich betrieben wird“. Die naturschutzfachlichen Untersuchungen seien für die Schenklengsfelder Seite nahezu abgeschlossen, für die Eiterfelder Seite seien diese bereits begonnen worden.

Einige Bürger sorgten sich etwa um die Sicht auf den Soisberg und die Belastungen für den Menschen, andere wollten eine Lanze für die Windkraft brechen, ohne die die Energiewende nicht gelingen könne. Artikel rechts

Von Nadine Maaz

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