Marcel Glübert brilliert bei „Jugend forscht“ und reist zum Europäischen Parlament

Von Arzell nach Brüssel

Arzell. Dank „Jugend forscht“ von Arzell nach Brüssel vor das Europäische Parlament. Der 18-jährige Marcel Glübert aus Arzell darf Anfang Juli vor internationalem Publikum seine Idee zu einem Haus mit komplett autarker Energieversorgung vorstellen.

Mit diesem Konzept reist der Schüler weiterhin als Sieger des Regional- und Landeswettbewerbs von „Jugend forscht“ zum Kräftemessen mit den besten jungen Tüftlern Deutschlands. „Es ist unglaublich, dass ich in dem Alter schon so weit gekommen bin“, erzählt Glübert lächelnd.

Zweite Teilnahme

Der 18-Jährige geht momentan zwar noch zur Schule, war aber schon immer an Elektrotechnik interessiert. „Bereits im vergangenen Jahr habe ich bei Jugend forscht mitgemacht und den zweiten Platz beim Regionalwettbewerb belegt“, berichtet er. Und fügt hinzu: „In diesem Jahr wollte ich es noch einmal probieren. In Zeiten, in denen steigende Strompreise, Wind- und Atomkraft ein Thema sind, kam mir die Idee zu einem energieautarken Haus.“

Luft war dünn

Nachdem es 2013 „nur“ zum zweiten Platz gereicht hatte, räumte Glübert zwölf Monate später richtig ab. Sieger beim Regional- und Landeswettbewerb, dazu etliche Sonderpreise, zum Beispiel für Energieeffizienz – besser hätte es kaum laufen können. „Ich hatte gar nicht mit diesem Erfolg gerechnet“, gibt Glübert ehrlich zu. Denn: „Vor allem im Landeswettbewerb waren viele gute Projekte dabei, die Luft war sehr dünn.“ Doch hinter diesem Erfolg steckt auch viel Arbeit. Im Sommer 2013 begann Glübert damit, sein Konzept eines Gebäudes, das sich per Windkraft, Solarenergie sowie einer Brennstoffzelle zur Energiespeicherung selbst mit erneuerbarer Energie versorgt, auszuarbeiten.

Die drei Wochen Weihnachtsferien Ende vergangenen Jahres nutzte er dann dazu, das passende Modell zu bauen. Natürlich voll funktionsfähig. „Um ehrlich zu sein, habe ich gar nicht mitgezählt, wie viele Stunden ich daran gearbeitet habe“, gibt Glübert zu Protokoll.

Da blieb zuletzt natürlich wenig Zeit für andere Aktivitäten übrig. Doch ab und zu brauchte er auch eine Pause von „Jugend forscht“: „In meiner Freizeit treffe ich mich gerne mit Freunden, außerdem programmiere ich auch viel. Weiterhin bin ich noch in der Feuerwehr aktiv“, beschreibt Glübert seine Hobbys. Vom 29. Mai bis zum 1. Juni tritt er mit seinem Projekt beim Bundeswettbewerb von „Jugend forscht“ an und misst sich mit den besten jungen Erfindern aus dem ganzen Land. „Ich nehme mir aber nicht vor, dass ich unbedingt diese oder jene Platzierung erreichen will“, sagt der 18-Jährige aus Arzell. Wenig Zeit zum Ausruhen bleibt ihm aber auch nach dem Bundesentscheid nicht. Ab dem 1. Juli beginnt der Arzeller Marcel Glübert ein duales Studium im Bereich Elektrotechnik. Aber der 18-Jährige freut sich schon auf die Arbeit: „Es macht einfach richtig Spaß, Probleme zu lösen und sich mit neuen Themen zu beschäftigen.“ Beste Voraussetzungen für eine strahlende Zukunft. Zur Person

Von Kevin Hildebrand

Kommentare