Kooperationspartner des MGH tauschten sich aus

Angebote für alle Haunetaler schaffen

Haunetal. Zu ihrem ersten Erfahrungs- und Abstimmungsgespräch haben sich die Kooperationspartner des Mehrgenerationenhauses Haunetal kürzlich getroffen. Koordinatorin Isabel Schlitter sieht in dem regelmäßigen Austausch die Grundlage für ein gutes Miteinander unter dem Dach des Mehrgenerationenhauses (MGH).

Es gelte, die Attraktivität des MGH durch vielseitige Angebote für die Bürger zu stärken und zu festigen. Die Interaktion von „Alt und Jung“ soll mit dem dezentralen Konzept verbunden werden. So soll jedes Dorfgemeinschaftshaus in die Angebotsstruktur integriert werden, was zu Bürgernähe, Akzeptanz und Gemeinsamkeit führen soll.

Börse für Dienstleistungen

Schlitter möchte die vier Säulen des Mehrgenerationenhauses – Alter und Pflege, Integration und Bildung, Haushaltsnahe Dienstleistungen und ehrenamtliches Engagement – festigen, indem zum Beispiel Angebote für Pflegebedürftige, Demenzerkrankte und deren Angehörige sowie eine Börse für haushaltsnahe Dienstleistungen geschaffen werden. Gestärkt werden soll der Austausch von ehrenamtlichem Engagement im Zuge der Generationenhilfe sowie die Integration besonders von älteren und von Vereinsamung bedrohten Menschen in die Dorfgemeinschaft durch „offene Treffs“ und Beratungsstützpunkte.

Katrin Möller vom Förderverein der Haunetalschule brachte die derzeitige Situation Haunetals auf den Punkt, dass trotz Angebots vielfach der Zuspruch ausbliebe und Steffen Blum als Pfarrer und Anbieter von Kinder- und Jugendangeboten problematisierte die Regelmäßigkeit, die in der heutigen Welt nur durch „Eventcharakter“ aufrecht erhalten werden könne.

Auch Grundschulleiterin Christa Pettermann gab an, dass die Nachmittagsbetreuung und das Mittagessen in der Schule nur mit Hilfe des Fördervereins angeboten werden könne, wenngleich viele Aufgaben eher Sache des Landes und/oder des Schulträgers seien. Mit Hilfe des MGH und des Sportvereins des FC 09 Neukirchen soll die Nachmittagsbetreuung mit pädagogischen Angeboten erweitert werden. Nach den Ferien finden ein Sportangebot und ein Kochkurs statt.

Sprechstunden anbieten

Jürgen Klähn von der Kulturscheune Wehrda setzte sich mit der Unterstützung des bürgerschaftlichen Engagements durch die politische Gemeinde auseinander. Frank Wiegand vom Musikverein und Mitglied der Gemeindevertretung regte in diesem Zusammenhang die vertiefte Zusammenarbeit mit dem Verein „Menschen helfen Menschen“ an. Gerade dort sieht auch Stephan Wachsmuth von der Koordinierungsstelle für Generationenhilfen im Landkreis Hersfeld-Rotenburg eine große Ressource der Gemeinde. Jürgen Leimert schlug vor, ein Generationenbüro mit regelmäßigen Sprechstunden in den einzelnen Ortsteilen anzubieten.

Die einzelnen Themen sollen demnächst in Workshops vertieft werden. (red/nm)

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