An der Burg Fürsteneck schreiten die Modernisierungsarbeiten voran – Neue Cafeteria

Anbau zum Wohlfühlen

Freuen sich über die schöne neue Cafeteria, die sich als gläserner Anbau am Herrenhaus der Burg Fürsteneck gut ins Bild einfügt: (von links) Architekt Jürgen Krieg, Leiterin Marion Lusar und Michael Krack vom Hessischen Baumanagement. Fotos: Maaz

Fürsteneck. Wer den Hof der Burg Fürsteneck betritt, sieht den neuen, gläsernen Anbau zunächst gar nicht – und so soll es auch sein. Der Blick auf den Turm bleibt frei, die neue an das Herrenhaus angrenzende Cafeteria fügt sich harmonisch ins Bild ein.

Seit im Jahr 2004 mit den Sanierungs- und Modernisierungsarbeiten begonnen wurde, hat sich in der Akademie für berufliche und musisch-kulturelle Bildung bereits einiges getan. Unter anderem wurden die Zimmer modernisiert, der Hof neu gepflastert und das Kanalsystem saniert.

Mit der Fertigstellung des zweiten, kleineren Speisesaals ist nun ein weiteres Projekt abgeschlossen. In der vergangenen Woche konnten die ersten Kurs-Teilnehmer dort essen. Und das ist auch gut so, denn der alte Speisesaal wird derzeit ebenfalls umgestaltet und „energetisch ertüchtigt“, sodass dieser noch bis etwa Ende März/Anfang April nicht genutzt werden kann, wie Marion Lusar erklärt. Die Akademie-Leiterin ist zufrieden mit dem schicken Neubau.

„Das Thema kam bereits 2012 auf“, erinnert sie sich. Wenn bei einer guten Auslastung rund 80 Personen die Burg „bevölkerten“, habe sich vor dem Speisesaal mit etwas mehr als 70 Plätzen stets eine lange Schlange gebildet. Zudem müssten dort ohnehin neue Hygienevorschriften umgesetzt werden, was nur noch 55 Plätze und eine engere Bestuhlung zur Folge habe. Mit der neuen Cafeteria, in der bis zu 36 Gäste Platz finden, wird die Situation nun entspannt.

Gemeinsam mit Michael Krack von der Regionalniederlassung Nord des Hessischen Baumanagements und dem Architekten Jürgen Krieg aus Eichenzell wurden Pläne geschmiedet. Immerhin muss auch dem Denkmalschutz Rechnung getragen werden. „Einfach so anbauen war nicht möglich“, verdeutlicht Lusar. Wichtig sei natürlich die Nähe zur Küche gewesen, „aber die Gäste sollen sich auch wohlfühlen“. Zudem sollte sich der Bau harmonisch ins Bild einfügen. 476 000 Euro gab es als Zuschuss vom Land für den Anbau. „Allein hätte der Verein das nicht stemmen können“, sagt Lusar.

Seit 2004 habe der Trägerverein in die Sanierung und Modernisierung der Akademie etwa drei Millionen Euro investiert. Die Burg gehört dem Land Hessen, der Pachtvertrag läuft über 90 Jahre; 2013 wurde der 60. Geburtstag gefeiert. 200 Kurse mit rund 3500 Teilnehmern finden pro Jahr in Fürsteneck statt.

Zuletzt wurde auch der Turmbau mit Aufenthaltsraum neu gestaltet, der Besucherparkplatz beleuchtet und das Außengelände von störendem Grün „befreit“. Komplett beendet ist die aktuelle Bauphase nach zwei Jahren mit deshalb eingeschränktem Betrieb nicht, und die nächste Herausforderung wartet schon: „Wir wollen unsere Kapazitäten erweitern und gleichzeitig der steigenden Nachfrage nach Einzelzimmern entgegenkommen“, erläutert Lusar das „Dilemma“.

Die Reaktionen auf die neue Cafeteria indes seien durchweg positiv. Was noch fehlt, ist ein Name. Denn alle Räumlichkeiten der Heimvolkshochschule sind nach Besonderheiten der Region benannt. „Falls jemand eine gute Idee hat, gerne“, sagt Lusar schmunzelnd.

Von Nadine Maaz

Burg Fürsteneck: Modernisierung schreitet voran

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