Generationentreff und Rettungswache entstehen in Ortsmitte von Leibolz

Der Abriss startet nächstes Jahr

Das alte Schulgebäude (rechts), das in den 70er Jahren zum Dorfgemeinschaftshaus umgebaut wurde, wird Anfang 2013 abgerissen. An das Feuerwehrhaus wird sich ein Neubau anschließen, in dem ein Generationentreff und die Rettungswache untergebracht werden. Foto: Karl-Heinz Burkhardt

Leibolz. In der Leibolzer Ortsmitte tut sich etwas: Im kommenden Jahr soll das Dorfgemeinschaftshaus abgerissen und stattdessen die DRK-Rettungswache sowie ein Generationentreff gebaut werden. Die Planungen laufen auf Hochtouren.

„Wir befinden uns derzeit noch in der Planungsphase mit dem DRK-Kreisverband“, erklärt Bürgermeister Hermann-Josef Scheich (parteiunabhängig). Doch die Eckdaten stehen fest: Die DRK-Rettungswache wird 2013 vom bisherigen Standort in der Eiterfelder Bahnhofstraße, wo seit 1997 ein Gebäude angemietet war, nach Leibolz verlegt. „Es ist gut, nun einen festen und endgültigen Standort zu haben“, verdeutlicht Scheich. Der Platz in Leibolz direkt an der Landesstraße sei optimal, weil er noch zentraler sei, um die Hilfsfristen bei Notfällen einzuhalten.

Planungen verknüpft

Eine Sanierung des Leibolzer Dorfgemeinschaftshauses war bereits seit längerem angedacht. Als der neue Standort für die Rettungswache hinzukam, wurden die Planungen verknüpft. Ein Umbau des alten Schulgebäudes, das seit den 1970er Jahren als Dorfgemeinschaftshaus dient, sei nicht wirtschaftlich. Deshalb wird es im kommenden Frühjahr abgerissen. In dem 329 Quadratmeter großen Neubau gibt es zur Straße hin einen Komplex, in dem die Rettungswache mit Fahrzeughalle, Aufenthaltsraum, Umkleiden, Toiletten und Lagerräumen untergebracht ist (190 Quadratmeter). Zum Feuerwehrhaus hin schließt sich der Generationentreff (128 Quadratmeter) an. Der Gemeinschaftsraum ist 73 Quadratmeter groß und kann geteilt werden. Hinzu kommen eine Küche, Toiletten und ein Lagerraum. Bei den Planungen hat sich herauskristallisiert, dass auch die DRK-Ortsvereinigung Eiterfeld/Arzell einen Unterstellplatz für ein Katastrophenschutzfahrzeug im neuen Haus erhalten soll, gleichzeitig wird 2013 der DRK-Schulungsraum von Arzell nach Leibolz verlegt.

Gesamtkosten: 593 000 Euro

Die Baukosten belaufen sich auf 593 000 Euro, davon entfallen rund 275 000 Euro auf den Generationentreff und somit auf die Gemeinde Eiterfeld, 318 000 Euro auf die Rettungswache, die von den Kostenträgern im Gesundheitswesen bezahlt wird.

Dass das neue Dorfgemeinschaftshaus künftig den Titel Generationentreff trägt, hat einen Grund. „Im barrierefreien Treff sollen Angebote für Senioren angeboten werden. Nicht zuletzt, um Vereinsamung entgegenzuwirken“, erklärt Scheich. Deshalb sollen zum Beispiel regelmäßige Seniorentreffs stattfinden, die von ehrenamtlichen Partnern wie den Landfrauen, dem DRK, dem VdK oder der Pfarrgemeinde veranstaltet werden. Es sollen auch Kontakte zwischen Altersgruppen gefördert werden. Ortsvorsteher Stefan Dietrich betont: „Grundsätzlich bin ich mit den Planungen sehr zufrieden. Der Generationentreff ist für unsere Belange absolut ausreichend.“ In diesem Jahr wird das Büro AW+ aus Wippershain die Planungen fertigstellen, eingeweiht werden soll das Projekt Ende 2013.

Von Victoria Weber

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