Eigentümer verhindern direkte Autobahn-Abfahrt zum Roteberg

Windpark Roteberg droht an Zufahrt zu scheitern

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Sperre: Im April hatten Landwirte mit ihren Traktoren Bagger blockiert.

Friedewald. Der geplante Windpark auf dem Roteberg zwischen Friedewald und Bad Hersfeld wird offenbar auch in diesem Jahr nicht realisiert – davon geht zumindest die Bürgerinitiative „Für ein l(i)ebenswertes Friedewald“ aus.

Nach wie vor gebe es keine Zufahrt für den Transport der Großkomponenten zur Baustelle. Eine jetzt laut Mitteilung der Bürgerinitiative ins Auge gefasste provisorische Abfahrt von A 4 im Solztal scheitere – wie alle vorhergehenden Varianten – ebenfalls an der fehlenden Zustimmung eines privaten Eigentümers.

Von Peter Wöbbeking, Regionalbeauftragter Hessen Mobil, will die Bürgerinitiative erfahren haben, dass die Zulassung einer solchen Behelfsabfahrt geprüft wird. Auf Nachfrage unserer Zeitung teilte Behördensprecherin Annette Kümpel allerdings mit, Hessen Mobil liege kein Antrag für eine provisorische Abfahrt von der A 4 bei Sorga vor. Auch für die übrigen von Eigentümern und Pächtern blockierten Zufahrten gebe es noch keine Einigung. Für den zwischenzeitlich in Betracht gezogenen Transport quer durch das Dorf verweigert die Gemeinde Friedewald ihr Einvernehmen (unsere Zeitung berichtete).

Der bereits an die Bremer Firma WPD verkaufte Windpark gerät nach Ansicht der BI-Vertreter durch die Verzögerung wegen sinkender Einspeisevergütungen weiter unter Druck. Ingo Sauer, Geschäftsführer der bislang federführenden Bad Hersfelder Bau- und Projektgesellschaft ISB, verwies auf Anfrage unserer Zeitung auf den Eigentümer WPD, der mittlerweile mit der Flächensicherung für die Zufahrt betraut sei.

WPD-Realisierungsmanager Dirk Herter teilte mit: „Wir planen weiterhin den Bau des Windparks und sind optimistisch, möglichst kurzfristig eine tragfähige Lösung der Zuwegungsproblematik zu finden. Wir hoffen, dass wir noch in diesem Jahr mit dem Bau beginnen können“. (jce)

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