Parlament legt Grundlage für Elektrosmog-Wohnprojekt

Strahlenfreies Mansbach

Mansbach. Ein Wohnprojekt für Menschen, die sensibel auf Funkwellen reagieren, könnte künftig in Mansbach entstehen.

Die Grundlagen dafür haben die Hohenrodaer Gemeindevertreter in ihrer Sitzung am Mittwochabend gelegt, indem sie einstimmig einer Änderung des Flächennutzungsplans für die Gemarkung Mansbach zustimmten. Damit wird verhindert, dass Mobilfunkanbieter Bauanträge für Handyantennen einreichen oder genehmigungsfreie Funkprojekte realisieren.

Die Initiative „Rhöner Bürger gegen Funkschädigung“ hat Mansbach als idealen Wohnort Elektrosmog-Geschädigte Menschen ausgemacht und möchte im historischen Sonnenuhrgebäude oder im Gelben Schloss Wohnraum für Funkwellengeplagte schaffen. Diese Bauwerke seien wegen ihrer dicken Natursteinmauern besonders geeignet (unsere Zeitung berichtete).

Die Gemeinde wird nach dem Parlamentsbeschluss Leader-Fördermittel für das Mobilfunkkonzept beantragen, da so mit einer 60-prozentigen Förderquote zu rechen ist, während ein direkter Antrag des Vereins nur zu 30 Prozent gefördert würde. Die Kosten von rund 5900 Euro, abzüglich der Fördersumme, soll die Initiative übernehmen. Erst wenn eine entsprechende Vereinbarung abgeschlossen ist, gibt die Gemeinde den Auftrag für die Bauleitplanung. Sollte das Wohnprojekt tatsächlich realisiert werden, stellt die Gemeinde der Initiative eine Kostenerstattung in Aussicht. (jce) Weitere

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