Philippsthaler Seniorenresidenz Ambiente baut Generationenhilfe im Schlossareal auf

Lebendiger Treffpunkt

Frisch ans Werk: Haustechniker Wilfried Pfaff klebt die Fliesen an die neu gestaltete Kochzeile. Residenzleiterin Beata Paluchowska schaut interessiert zu. Foto: Reymond

Philippsthal. Die ehemaligen Räume der Schlossapotheke in Philippsthal sind von der Residenz Ambiente übernommen worden. Auf einer Fläche von 120 Quadratmetern möchte das Team um Residenzleiterin Beata Paluchowska eine Generationenhilfe installieren.

In erster Linie geht es natürlich darum, zweimal in der Woche im großen Hauptraum eine Tagesbetreuung samt Ruhebereich für demente Menschen anzubieten. „Die Genehmigung dafür ist auf dem Wege“, merkt Paluchowska an. Auch eine Selbsthilfegruppe für Angehörige von Dementen soll dort ihre Heimat finden.

Weiterhin wird darüber nachgedacht, ein Erzählcafé in Kooperation mit den sozialen Förderstätten in Bad Hersfeld einzurichten. „Da laufen noch Gespräche“, erklärt die Residenzleiterin. Sie stellt sich vor, dass interessierte Menschen dort den Senioren Geschichten vorlesen, mit ihnen Musik machen oder mit ihnen Spielen.

Im März soll’s losgehen

Doch zunächst einmal muss noch bis zur Eröffnung im März der komplette Innenbereich saniert und neu hergerichtet werden. Derzeit wird eine Küche installiert. „Diese wurde von einer Mitarbeiterin bei E-bay ersteigert und bekommt nun den letzten Feinschliff“, erklärt Paluchowska. Sie wird so umgestaltet, dass auch Rollstuhlfahrer beispielsweise das Ceranfeld erreichen können. Aber auch für Menschen aus der Region soll das Gebäude offen stehen. In Kooperation mit den Haustechnikern soll später handwerklich geschickten Senioren die Möglichkeit gegeben werden, an einer Werkbank ihr Geschick unter Beweis zu stellen.

Platz für Zahnarzt

Einer der Räume wird von Zahnarzt Dr. Wolfgang Neumann bezogen, um dort die notwendigen Kontrollen bei Bewohnern der Seniorenresidenz vorzunehmen, die dieses Angebot in Anspruch nehmen wollen. Wenn es nach Beata Paluchowska geht, wird der Komplex fernab der Seniorenbetreuung zu einem großen Treffpunkt für Jung und Alt. „Ich stelle mir Kunstkurse und Workshops vor. Auch mit der Schule, dem Kindergarten und der Jugendpflege möchten wir in Kontakt kommen. Und für Familienfeiern mit zwanzig bis dreißig Personen würden wir die Räume natürlich gerne zur Verfügung stellen. Alles in allem soll es eine lebendige Begegnungsstätte werden“, sagt Paluchowska.

Die Idee zu diesem neuen Angebot hatte Beata Paluchowska bereits gedanklich im Gepäck, als sie im Jahre 2011 die Leitung der Residenz Ambiente in Philippsthal übernommen hatte. „Jetzt haben wir es geschafft“, freut sie sich.

Und vielleicht bekommt die Residenz für ihr Generationenprojekt sogar Geld aus einen Fördertopf des Bundes oder des Landes. „Spruchreif ist da noch nichts. Es wäre daher schön, wenn uns Sponsoren mit einer Spende unter die Arme greifen würden.

Von Mario Reymond

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