Parlament ebnet Weg für Erweiterung im Gewerbegebiet

Hermes-Hub in Friedewald soll wachsen: Gemeinde verkauft Grundstück

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Näher an den Waldrand: Auf dieser Fläche am Rande des Gewerbegebiets Friedewald soll das bestehende Hermes-Logistikzentrum (im Hintergrund) erweitert werden.

Friedewald. Der Hermes-Zentralhub im Gewerbegebiet von Friedewald soll wachsen. Das Unternehmen plant einen Anbau an die vorhandene Logistikhalle in östlicher Richtung. Den Weg für diese Erweiterung hat die Gemeindevertretung am Montagabend während ihrer Sitzung in Lautenhausen geebnet.

Einstimmig haben die Gemeindevertreter die Bauleitplanung vorangetrieben und sowohl für die Änderung des Flächennutzungsplans als auch des Bebauungsplans die Stellungnahmen der Behörden und Träger öffentlicher Belange abgewogen.

Insgesamt 23 Stellungnahmen seien eingegangen, neun davon mit Anregungen – die insbesondere Naturschutz und Wasserrecht betrafen. Bei Ortsterminen habe man sich mit den beteiligten Behörden jedoch auf Lösungen verständigt, berichtete der Rathauschef. Für den Dunklen Wiesenkopf-Ameisenbläuling, eine in diesem Bereich vorkommende Schmetterlingsart, sei beispielsweise ein Ersatzquartier geschaffen worden.

Die geänderten Pläne werden jetzt erneut einen Monat lang öffentlich ausgelegt. Ebenfalls einstimmig haben die Gemeindevertreter beschlossen, die für die Erweiterung notwendigen Flächen an ein noch zu gründendes Tochterunternehmen der Firma Logicor Deutschland aus Frankfurt zu verkaufen, welche die Logistik-Halle im Auftrag von Hermes errichten lässt. Sämtliche Grundstücke befinden sich bereits im Eigentum der Gemeinde oder wurden per Optionsvertrag gekauft. Für das 1,6 Hektar große, vollerschlossene Areal erziehlt die Kommune einen Kaufpreis von 399 600 Euro.

Für die Erweiterungspläne verfolgt der Logistiker Hermes offenbar einen sportlichen Zeitplan: Nach dem Willen des Unternehmens sollen möglichst noch in diesem Herbst die Bagger rollen und im Frühjahr mit dem Hochbau begonnen werden. Schon im kommenden August könnte die neue Halle demnach bezugsfertig sein, berichtete der Rathauschef.

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