Stiftung Kirchenerhaltungsfonds fördert neun Kirchen – Ausbach und Rotenburg dabei

32 000 Euro für die Malereien

Unser Foto zeigt den Innenraum der Ausbacher Barockkirche mit den Deckengemälden, die jetzt restauriert werden müssen.

Kassel. Die Stiftung Kirchenerhaltungsfonds der evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck hat in einer Feierstunde in Kassel die Förderbewilligungen für das Jahr 2011 überreicht. Dabei werden neun Bauvorhaben in neun Kirchenkreisen mit einem Gesamtbetrag von 546 700 Euro gefördert. Eben diese Summe wurde auch von den jetzt unterstützten Kirchengemeinden durch vielfältige Vorortaktivitäten erzielt. Sie wird von der Stiftung entsprechend verdoppelt.

Geld bekommt auch der Kirchenkreis Hersfeld-Rotenburg. So fließen 32 100 Euro nach Ausbach. Dort werden die Malereien in der Kirche überarbeitet. In den Kirchenkreis Rotenburg werden 107 100 Euro überwiesen. Das Geld ist für die Innenrenovierung der Rotenburger Jakobikirche vorgesehen.

Bescherung

Der Bischof der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Prof. Dr. Martin Hein, hob mit Blick auf die Epiphaniaszeit und die zu Ende gehende Weihnachtszeit hervor, dass heute Bescherung sei – die Gemeinden bescherten sich freilich durch ihr Engagement selbst. Die durchaus umstrittene Frage, ob es sinnvoll sei, „in Steine statt in Menschen“ zu investieren, sei mit Blick auf die Tatsache, dass Kirchen eben auch Stein gewordene Erinnerungen und damit ein Stück Heimat seien, eindeutig beantwortet worden. „Als lebendige Steine, aus denen die Gemeinde gebaut ist“ hätten die Gemeinden einen Beitrag zum Erhalt jener Steine geliefert, die die Möglichkeit böten, sich unter dem Wort Gottes zu versammeln. Der Bischof dankte für diesen Einsatz und wünschte den Gemeinden nun, dass das Engagement auch über den konkreten Zweck hinaus andauere. Gerne nehme er, wenn möglich, Einladungen zur Einweihung der geförderten Kirchen an.

Für die Stiftung erklärte der Vorsitzende des Stiftungsvorstandes Andreas Fehr, dass diese Veranstaltung vor allem den Gemeindegliedern gewidmet sei, die sich mit „vorbildlichem Engagement und Fantasie und liebevollen Ideen für den Erhalt ihre Kirchengebäude eingesetzt hätten“.

Großer Anreiz

Das Stiftungsprinzip der „Spendenverdoppelung“ sei ein großer Anreiz und EKD-weit einzigartig. Inzwischen seien auch Privatpersonen von diesem Modell so überzeugt, dass es zu privaten Zustiftungen und Spenden gekommen sei, so dass die Stiftung hoffnungsvoll in die Zukunft blicke. Er dankte den Mitgliedern des Vorstandes für ihre Mitarbeit und gab seiner Hoffnung Ausdruck, dass die geförderten Gemeinden „vor Ort einen geeigneten Platz“ fänden, um die Auszeichnung, die diese Förderung bedeute, einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. (red/rey)

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