5500 Euro für kranken Max

610 Teilnehmer wanderten, walkten und joggten bei „Eiterfeld bewegt sich“

+
Konnten den Sieg über 15 Kilometer verteidigen: Mitglieder der Freiwillige Feuerwehr Eiterfeld gingen mit Kind und Kegel auf die Strecke.

Eiterfeld. Spazieren und sprinten, wandern und walken: Bei „Eiterfeld bewegt sich“ wurden am Sonntag zahlreiche Kalorien verbrannt. Insgesamt 610 Teilnehmer sammelten Spenden für den herzkranken Max. Der Neunjährige hat einen schweren Herzfehler und wartet auf eine OP in den USA.

Mit vier weiteren Helfern sitzt Linus Steinwachs vom Rhönklub Eiterfeld am Bürgerhaus und gibt die Startpässe in leuchtendem Orange aus. Es ist kurz nach 11 Uhr. Die Schlange der Wartenden ist lang, der Stapel schrumpft. Steinwachs klappt einen der Pässe auf. „Die Anzahl der Stempel verrät uns bei der Auswertung, wie weit die Teilnehmer gelaufen sind“, erklärt Steinwachs. Denn ob sie sich fünf, zehn oder sogar 15 Kilometer zutrauen, können die Teilnehmer auf der Strecke spontan entscheiden. Die Zeit wird nicht gemessen, von spazieren bis sprinten ist jedes Tempo erlaubt. Im Vordergrund steht schließlich nicht der Wettbewerb, sondern der gute Zweck.

„Eiterfeld bewegt sich“ findet an diesem Tag zum neunten Mal statt. In diesem Jahr sollen die Einnahmen dem kleinen Max, der mit einem schweren Herzleiden geboren wurde, eine Operation in den USA mitfinanzieren.

Die Freiwillige Feuerwehr Eiterfeld ist ambitioniert. 15 Kilometer peilen die Kameraden in diesem Jahr an – so wie im vergangenen. Damals freuten sich die Mitglieder über die Trophäe für die größte Gruppe auf dieser Strecke. „Wir sind jedes Jahr dabei“, sagt Wehrführer Stephan Heimeroth. „Wir laufen mit Anhang, das heißt: Kinder und Partner kommen auch mit. Das ist immer sehr schön“, sagt er.

Renate Krimmel aus Steinbach hat erst vor wenigen Stunden beschlossen, die Laufschuhe zu schnüren. „Meine Schwester, die in Eiterfeld lebt, hat mich am Morgen gefragt, ob ich spontan mitmachen möchte“, sagt die 55-Jährige mit einem Lachen. Krimmel will sich auf der Strecke Zeit lassen, gemütlich gehen, den Blick über das Hessische Kegelspiel streifen lassen, an den Versorgungsstationen verweilen.

Als sich Renate Krimmel auf die Strecke begibt, ist Erwin Jost längst wieder zurück. Sich Zeit lassen – das ist nichts für den Michelsrombacher. Auf seiner Stirn stehen Schweißperlen, sein leuchtend blaues Trikot verweist auf eine Teilnahme am Frankfurter Marathon. Statt 42 Kilometer hat er heute aber „nur“ zehn hinter sich gebracht und dafür etwa eine Stunde gebraucht.

Organisiert wird „Eiterfeld bewegt sich“ gemeinsam vom SC Eitra Dynamit Eiterfeld und dem Rhönklub-Zweigverein Eiterfeld. Mit der neunten Auflage der Benefiz-Veranstaltung zeigt sich Holger Quanz, Vorsitzender des SC Eitra Dynamit am späten Nachmittag zufrieden. „Insgesamt sind 5500 Euro zusammengekommen – Tendenz steigend“, freut sich Quanz. Seine Bilanz: „Es war ein toller Tag und viel los – zu wenig Stühle, zu wenig Platz.“

Für den musikalischen Rahmen sorgte die Band Herrenabend. Zahlreiche Sponsoren aus der Region beteiligten sich. (Ricarda Dieckmann)

Kommentare