Betreiber Gas-Union verlängert Vertrag mit Flächeneigentümern bis Frühjahr 2017

Oberirdische Soleleitung in Eiterfeld verschwindet bald

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Die Soleleitung soll demnächst zurückgebaut werden.

Eiterfeld. Die nicht mehr benötigte oberirdische Soleleitung im Raum Eiterfeld, die man beim Bau der unterirdischen Erdgasspeicher Reckrod installiert hatte, wird in nächster Zeit abgebaut. Dies teilte Dr. Hubert Beier vom Kreisbauernverband Fulda-Hünfeld während einer Ortslandwirteversammlung mit.

Im Herbst 2016 laufen die Verträge zwischen den Eigentümern, über und in deren Land die Solepipeline verlegt wurde, aus. Der Betreiber, die Gas-Union, benötigt jedoch noch Zeit für den ins Frühjahr 2017 hineinreichenden Abbau der Rohrleitung. Deshalb soll der Vertrag jetzt um ein Jahr verlängert werden. Die Gas- Union werde jetzt auf die Landbesitzer betreffs einer Vertragsverlängerung zukommen, so Beier.

Für die Speicherung von Erdgas begannen die Kavernenbohrungen in 1998 zwischen Wölf und Branders. Das für die Ausspülung der Salzstöcke benötigte Flusswasser entnahm man in 20 Kilometern Entfernung der Fulda bei Bad Hersfeld. Das aus einer Tiefe bis 1040 Meter geförderte Solewasser transportierte man mittels einer oberirdischen Leitung zur Versenkung bei Dittlofrod.

Beim Bau der drei Kavernen flossen insgesamt 21 Millionen Kubikmeter Sole über eine Versenkbohrung in den etwa 600 Meter Tief liegenden Plattendolomit, der mit dem Versenkraum für Salzabwasser aus dem Werra-Kaligebiet hydraulisch zusammenhängt.

Da durch die Versenkung aus geologischen Gründen unterirdische Veränderungen im Bereich der Haune möglich sein könnten, existiert hier ein umfangreiches Mess- und Beobachtungsprogramm. (bh)

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