Nach Absage auf Kreisebene selbst ein Zeltlager ausgerichtet

Jugendfeuerwehr Eiterfeld zeltet am eigenen Lagerfeuer

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Schlafen unter freiem Himmel und unterm Kreuz: Weil das traditionelle Kreiszeltlager ausfiel, richteten die jungen Feuerwehrleute aus Eiterfeld mit Unterstützung in diesem Jahr ihr eigenes Zeltlager aus.

Dittlofrod. Das Zeltlager der Kreisjugendfeuerwehr ist einer der Höhepunkte im Jahreslauf der Jugendfeuerwehren. Weil sich in diesem Jahr aber kein Ausrichter gefunden hatte, veranstalten viele Wehren ihr eigenes Camp – so auch die Nachwuchsbrandschützer der Marktgemeinde Eiterfeld.

„Das Zeltlager ist für viele Kinder und Jugendliche neben den Wettbewerben der Höhepunkt des Jahres“, sagt Anna-Lena Kalb, stellvertretende Jugendfeuerwehrwartin in der Marktgemeinde und im Kreis Fulda. Hier werde die Gemeinschaft der jungen Leute gestärkt, wenn sie abends rund um das Lagerfeuer beieinander sitzen und sich die Tüte Gummibärchen teilen. Und es gehe darum, für die Natur zu begeistern, die Kinder und Jugendlichen nach draußen zu locken, sie dort zu beschäftigen.

Bereits zum zweiten Mal seit der Jahrtausendwende fällt das traditionelle Kreiszeltlager aus. Kreisjugendfeuerwehrwart Steffen Hohmann aus Burghaun nimmt dies mit Bedauern zu Kenntnis. Umso schöner ist es, dass viele Gemeinde- und Stadtjugendfeuerwehren ihr eigenes Zeltlager ausrichten. In Eiterfeld hatte sich ein Orga-Team gefunden, dass mit viel Herzblut ein umfangreiches Programm für drei Tage zusammengestellt hat. Unterstützung erhielten sie auch von der Marktgemeinde, betont Anna-Lena Kalb.

So durften die jungen Leute unter anderem kostenfrei auf einer großen Wiese an der Lehmkaute in Dittlofrod ihre Zelte aufschlagen und das Freibad in Eiterfeld besuchen.

Zwar sorgten Regengüsse, die auf die Zeltdächer trommelten, für ein wenig Unmut. Aber die Feuerwehrleute trugen es schließlich mit Humor – und bewiesen Improvisationskunst.

Nach drinnen ausgewichen

Einige Workshops, die auf dem Programm standen, wurden kurzerhand nach drinnen verlegt, in einen Rohbau etwa, der zurzeit an der Lehmkaute errichtet wird, in die Fahrzeughalle und ins Dorfgemeinschaftshaus. Kurzzeitig drohten die Zelte zwar ins Schwimmen zu geraten, als die Pfarrer Winfried Vogel und Harald Krüger den Jugendgottesdienst hielten, schien aber wieder die Sonne.

Auch sonst hatten sich die Eiterfelder für das Drei-Tage-Camp viel überlegt: Sie besuchten die Kläranlage in Buchenau, den Glockenturm der Pfarrkirche und eine Biogasanlage. Unterstützung erhielten sie vom DRK, von der Rettungshundestaffel und vom THW. Die Jugendlichen spielten Volleyball und Tischtennis, kegelten und wanderten mit der Taschenlampe durch die Nacht.

Ob die Eiterfelder im nächsten Jahr das Zeltlager für die Kreisjugendfeuerwehren ausrichten wollen? Auf diese Frage antwortet Anna-Lena Kalb erst mal vorsichtig. „Wir haben das ja jetzt erst einmal im Kleinen geübt“, sagt sie schmunzelnd. (sam)

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