Die Kindertagesstätte „Pusteblume“ in Breitenbach/H. feiert 40-jähriges Bestehen

Jedes Kind im Blick

Ein bisschen Theater: Für ihr Jubiläumsfest proben die Kindergartenkinder eifrig das Stück „Blauland“. Darin wird erzählt, wie sich das Leben in einer sehr einheitlichen Welt verändert, als neue Farben ins Spiel kommen. Fotos: Zacharias

Breitenbach/H. Vor einem großen Geburtstagsfest wird alles gut in Schuss gebracht. So ist das auch bei der Kindertagesstätte „Pusteblume“ in Breitenbach am Herzberg. Die feiert am kommenden Sonntag ihr 40-jähriges Bestehen mit einem bunten Programm und wurde jetzt, erstmals in ihrem Bestehen, mit neuem Mobilar für die Kinder, Schallschutz, neuen Küchen und einer praktischen Wickelstation für die Kinderkrippe ausgestattet.

Rund 30 000 Euro habe die Gemeinde sich die Neuanschaffungen kosten lassen, berichtet Bürgermeister Volker Jaritz. Die Notwendigkeit stand außer Frage. Vorher waren noch die Möbel aus der Anfangszeit im Einsatz.

Selbst auf Wickeltisch klettern

Bei den Investitionen, so betont der Bürgermeister, sei es in erster Linie um den praktischen Nutzen gegangen. So gab es bisher nur einen improvisierten Wickeltisch für die Krippenkinder. Jetzt müssen sie nicht mehr hochgehoben werden, sondern können über eine ausrollbare Treppe selbst auf den Tisch klettern, zu dem auch eine fest installierte Badewanne gehört. Eine kleine Küche im Krippenbereich bringt ebenfalls Erleichterungen für die Erzieherinnen.

Deutlich wahrnehmbar ist auch die Wirkung neu installierten Schallschutzdecke, die den Lärmpegel in der ganzen Einrichtung deutlich absenkt. Auch die Beleuchtung wurde ausgetauscht und durch energiesparende LED-Leuchten ersetzt. Schon in den vergangenen Jahren ist immer wieder in die Kindertagesstätte investiert worden. Sie sei energetisch saniert und von außen gedämmt worden, berichtet Volker Jaritz. Auch das Außengelände wurde naturnah neu gestaltet und bietet jetzt eine Vielzahl zusätzlicher Spielmöglichkeiten und Spielräumen.

Auch inhaltlich habe sich die Arbeit in der Kindertagesstätte sehr verändert, erklärt deren Leiterin Ingrid Schmidt. Sie ist seit 30 Jahren in der Pusteblume tätig, davon 28 Jahre als Leiterin.

Früher, so erinnert sich Ingrid Schmidt, sei viel mehr gemeinsam gebastelt worden. Die Kinder hätten dann alle das gleiche gemacht. Heute werde viel individueller mit den einzelnen Kindern gearbeitet, je nach deren Entwicklung, Fähigkeiten und Interessen. „Es wird mehr geguckt, was für das einzelne Kind getan werden muss“, stellt Ingrid Schmidt fest, zum Beispiel bei der Sprachentwicklung, der Grob- oder Feinmotorik oder dem Sozialverhalten. „Wir wissen heute viel mehr über die Entwicklung von Kindern“, sagt Ingrid Schmidt. Ihr ist es wichtig, dieses Wissen immer wieder zu erneuern und zu erweitern. „Das ist ein hochqualifiziertes Team, das sich stetig weiterbildet“, lobt auch der Bürgermeister die Erzieherinnen.

Bildungspläne für jedes einzelne Kind, Entwicklungsgespräche mit den Eltern und eine genaue Dokumentation in Wort und Bild gehören inzwischen ebenfalls zur Arbeit der Erzieherinnen und nehmen viel Zeit in Anspruch.

Fast wie die Familie

Grundsätzlich verändert hat sich auch der Stellenwert der Kindertagesstätte im Leben der jungen Besucher. „Wenn ein Kind von 7.30 bis 17 Uhr bei uns ist, dann sind wir fast wie seine Familie“, sagt Schmidt. „Wir kuscheln und trösten, essen und spielen und wir kümmern uns um die Erziehung.“ Hintergrund

Kommentare