Sanierung auf dem Herzberg kann weitergehen

40 000 Euro vom Bund für die Burg

Hessens größte Höhenburg: Für die weitere Sanierung der Burg Herzberg stellt der Bund jetzt 40 000 Euro zur Verfügung. Foto: Konopka

Berlin/Breitenbach/H. Der Bund fördert die weitere Sanierung der Burg Herzberg mit 40 000 Euro. Das teilten jetzt die beiden heimischen Bundestagsabgeordneten Michael Roth (SPD) und Helmut Heiderich (CDU) mit.

Der Bundestag hat am Mittwoch abschließend über die Vergabe der Fördermittel aus dem Denkmalschutz-Sonderprogramm VI entschieden. Dabei gaben die Abgeordneten auch Bundesmittel in Höhe von 40 000 Euro für die Burg Herzberg frei.

400 Anträge eingegangen

„Die Finanzmittel für den Denkmalschutz gehören zu denen, um die im Haushaltsausschuss am heftigsten gerungen wird“, erläuterte Helmut Heiderich. „Regelmäßig übersteigen die Anfragen die vorhandenen Finanzmittel deutlich“, berichtet der CDU-Politiker. Insgesamt seien rund 400 förderfähige Projektanträge mit einem Volumen von gut 71,5 Millionen Euro eingegangen. „Da aber lediglich 20 Millionen Euro für das Programm zur Verfügung standen, haben wir nur 138 Projekten eine Förderung gewähren können. Es freut mich deshalb sehr, dass ich die Kollegen im Haushaltsausschuss überzeugen konnte“, so Heiderich.

Michael Roth hatte sich in den vergangenen Wochen in Berlin bei der zuständigen Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, Staatsministerin Monika Grütters, und seinen sozialdemokratischen Abgeordnetenkollegen aus dem Haushaltsausschuss für das Projekt eingesetzt – mit Erfolg. Kultur- und Denkmalpflege fallen zwar grundsätzlich in die Zuständigkeit der Länder, dennoch werden ausgewählte überregional bedeutsame Objekte auch vom Bund gefördert.

Die mittelalterliche Burg Herzberg, erbaut am Ende des 13. Jahrhunderts, ist die größte Höhenburg in Hessen. Auch über Nordhessen hinaus hat sich die Burg einen Namen als kulturelles Denkmal und Festivalstätte gemacht. In den vergangenen Jahren wurden mit Unterstützung von Bundes- und Landesmitteln bereits umfassende Sanierungsmaßnahmen durchgeführt, heißt es in der Pressemitteilung von Michael Roth. 1,3 Millionen Euro seien in den vergangenen 17 Jahren in den Erhalt der Burg investiert worden, ergänzt Heiderich. Weitere Mittel werden nun benötigt, um die Außenfassade der historischen Burgkapelle und der Torbogenportale der Hauptburg fachgerecht zu sanieren.

Bedeutendes Kulturdenkmal

„Wir können stolz sein, mit der Burg Herzberg ein Kulturdenkmal nationalen Ranges in unserer Region zu haben. Dass es die Burg nun bereits zum wiederholten Mal auf die Förderliste geschafft hat, ist auch eine Anerkennung für den engagierten Einsatz von Burghauptmann Jürgen von Dörnberg und seiner Stiftung“, freut sich Roth über die finanzielle Unterstützung des Bundes. (red/zac)

Kommentare