Pausen statt Sausen
Grundsätzlich gilt: nach zwei Stunden Fahrt eine halbe Stunde Pause einle-gen. Dabei sollten die Pausen vor allem zur Bewegung genutzt werden. Wer z.B. einen Ball oder eine Frisbee griffbereit hat, bringt sich und seine Kinder in Schwung – und kann sich mit ausgepowerten Kindern auf eine entspannte Weiterfahrt freuen.
Nicht nur das Auto muss tanken
Gerade im Sommer sollte die Trinkflasche stets zur Hand sein, um den Kör-per mit Flüssigkeit zu versorgen. Für den Fahrer sollten es mindestens zwei Liter am Tag sein, um fit hinterm Steuer zu bleiben. Aber auch Beifahrer und die Kinder brauchen ausreichend Getränke.
Konfliktvermeidung der richtige Weg?
Wie die Ergebnisse der „peb-Studie junge Eltern“ der Plattform Ernährung und Bewegung e.V. (peb) zeigen, wird dieses Grundmuster, das viele Eltern auf der Urlaubsfahrt als Konflikt erleben, bereits in den ersten Lebensjahren geprägt. Eltern fällt es häufig schwer, den Wünschen ihrer Kinder standzuhalten, wenn ihr Kind kurzzeitig unzufrieden ist. Zum Teil werden Kinder bei jeder Unlustäußerung (Hunger, Langeweile, Kummer o. ä.) durch Essen, Trinken oder Medien ruhig gestellt. Dies ist vor allem auf den Anspruch der Eltern zurückzuführen, das Kind solle immer glücklich und zufrieden sein. Hinzu kommt die Neigung der Eltern, sich schnell Sorgen hinsichtlich einer mögli-chen Unterversorgung zu machen. Auf Wunsch oder auch vorbeugend er-halten viele Kinder daher ständig kleine Häppchen in Form von Keksen, Brötchen, Waffeln oder klein geschnittenem Obst – Essen und Trinken ste-hen permanent zur Verfügung und „Wartezeiten“ zwischen den Mahlzeiten müssen kaum noch überbrückt werden. Im Extremfall entwickeln Kinder kaum noch ein wirkliches Hungergefühl. 63 Prozent der Eltern stimmten der Aussage zu, trotz einigermaßen fest geplanter Mahlzeiten ihrem Kind auch zwischen den Mahlzeiten etwas zu essen zu geben, wenn es danach verlangt. 24 Prozent der Eltern gestehen ein, ihrem Kind etwas zu essen oder zu trinken zu geben, um es für eine Zeit lang zu beruhigen.
Wer die Fahrt so plant, dass die Pausen zu Genuss- und Bewegungspausen werden, kann auch die Fahrtzeit viel entspannter überbrücken. Und Eltern, die Kühlbox, Bewegungsspielzeug und vielleicht auch Liederbücher und Spielideen parat haben, kommen ausgeruhter ans Ziel – denn ihr Reisetag war bereits der erste Urlaubstag. (nh)


