Neue Liebe und Patchwork-Trubel

"Familie Dr. Kleist" kehrt ins Fernsehen zurück

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Die Schauspieler Ursula Buschhorn und Francis Fulton-Smith

Erfurt - Dr. Kleist verliert sein Herz an eine Anwältin. Die Annäherung der beiden können die Zuschauer in der neuen Staffel der erfolgreichen ARD-Serie verfolgen, die am Dienstag auf „Weissensee“ folgt.

Lange war die quirlige Großfamilie um den sympathischen Doktor Kleist vom Bildschirm verschwunden. Jetzt hat die ARD die beliebte Serie nach fast dreijähriger Pause erneut im Hauptabendprogramm. Ab diesem Dienstag (20.15 Uhr) können die Zuschauer wieder in den turbulenten Alltag von „Familie Dr. Kleist“ eintauchen. In 13 neuen Episoden wird erzählt, wie es mit dem Patchwork-Clan in der beschaulichen Provinz von Eisenach weitergeht. Neben schwierigen Patientenfällen gibt es jede Menge Irrungen, Überraschungen und vor allem eine neue Frau an der Seite des Familienoberhaupts, dessen Rolle wie gewohnt Francis Fulton-Smith spielt.

Die fünfte Staffel beginnt mit einem Zeitsprung: Drei Jahre nach einem tragischen Autounfall, bei dem die Ehefrau und der Onkel von Dr. Christian Kleist ums Leben kamen, ist die Familie enger zusammengerückt. Christians älteste Tochter Lisa (Marie Seiser) ist mit Mann und Tochter zurück in die Villa gezogen und auch Sohn Piwi (Meo Wulf) kommt zur Überraschung aller aus den USA nach Hause. Während sich Christian gemeinsam mit Inge (Uta Schorn) um Ziehtochter Clara (Lisa-Marie Koroll) und den kleinen Paul (Niklas Berndt) kümmert, erobert die toughe Anwältin Anna Schöller (Ursula Buschhorn) das Herz des Arztes.

Auch in den neuen Folgen halten die Serienmacher an dem alten Konzept fest und stellen modern erzählte Familiengeschichten in den Vordergrund. Dazu werden anrührende Arztfälle wie Brustkrebs oder Demenz behandelt und die Thüringer Berge samt Wartburg in weiches Licht getaucht.

„Offensichtlich wird ein Ton getroffen, der die Menschen berührt“, sagt Ursula Buschhorn, das neue Gesicht bei „Familie Dr. Kleist“. Die 44-Jährige hat bei der Rolle nicht lange zögern müssen: „Es ist schön, in ein erfolgreiches Produkt einzusteigen, außerdem mag ich Serien, weil sich die Figuren langsam entwickeln.“

„Wir vermitteln ein optimistisch-positives Lebenskonzept; und bei vier Generationen unter einem Dach ist für jeden etwas dabei“, sieht Hauptdarsteller Francis Fulton-Smith das Erfolgsgeheimnis der Serie, die seit Jahren eine große Fangemeinde hat. 6,2 Millionen Zuschauer verfolgten im Schnitt die bisherigen Staffeln. Zuletzt lag der Marktanteil bei mehr als 18 Prozent. „Wir hoffen sehr, dass uns das Publikum auch nach der langen Pause weiter treu bleibt“, sagt der 47-Jährige.

Für die lange Fernsehabstinenz von Dr. Kleist hat der zuständige MDR-Redakteur Wolfgang Voigt eine einfache Erklärung: „Es gibt eine hohe Anzahl von Serien, die zum Teil sehr gut laufen und deshalb fortgeführt werden, aber leider haben wir nur eine begrenzte Anzahl von Sendeplätzen im Jahr.“ Mit der Ausstrahlung am quotenstarken Dienstagabend ist zugleich die Erwartung verknüpft, die alten Zuschauerzahlen wieder zu erreichen.

Obwohl mit Christina Plate und Ulrich Pleitgen bereits zwei Protagonisten der Serie den Rücken gekehrt haben, denkt Fulton-Smith nicht ans Aufhören. „Ich freue mich sehr, Dr. Kleist spielen zu können.“ Angst, auf die Rolle als Gutmensch und Weißkittel festgelegt zu werden, hat er angesichts zahlreicher anderer Fernseh- und Theaterauftritte nicht: „Ich habe kein Problem mit Schubladen, solange mein Schrank mehrere davon hat.“

dpa

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