Leben auf dem Bio-Hof: Viel Platz, gutes Gras

Viel Platz, gutes Gras: Leben auf dem Bio-Hof

016.11.1016.11.10|KinderNetz|1 Kommentar
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„Bio“ - das liest man manchmal auf Milchtüten, Butter oder Obst. Gemeint ist damit, dass solche Sachen auf eine besondere Art hergestellt wurden. Bio-Bauer Anton Albrecht erzählt, wie es auf seinem Hof so läuft...

Brain kann jeden Tag die Berge sehen. Denn er ist viel im Freien. Brain ist ein Schwein und lebt auf dem Bauernhof der Familie Albrecht im Allgäu in Bayern. Manchmal hilft Brain auch, den Boden umzupflügen. „Er ist unser natürlicher Gartenhelfer“, sagt Anton Albrecht und krault das große Schwein am Ohr. Anton Albrecht ist Bio-Bauer. Er achtet zum Beispiel darauf, dass seine Tiere gesundes Futter bekommen und viel Auslauf haben.

Der Bauer lebt mit seiner Frau Mechthilde und den drei Kindern auf dem Hof. Und dann gibt's dort auch noch mehrere Katzen und Hühner, den Hofhund Roxy, das Schwein Brain, 60 Kühe und viele kleine Kälber. Die Familie verdient vor allem Geld damit, Kuhmilch zu verkaufen.

Im Kuhstall der Albrechts haben die Tiere viel Platz und werden nicht angebunden. Sie können sich in einem offenen Laufstall mit großem Freigehege bewegen wie sie wollen. „Die Tiere lieben die frische Luft. Auch wenn es schneit, legen sie sich raus, bis sie ganz weiß sind“, erzählt Anton Albrecht. Zusätzlich treibt er seine Kühe jeden Morgen auf die große Weide.

Für ihn sind sie nicht einfach nur Kühe. „Es sind Lebewesen wie du und ich. Deshalb spreche ich auch jede Kuh mit ihrem Namen an“, sagt Anton Albrecht. Obwohl die Tiere auf den ersten Blick alle gleich aussehen, kann er alle auseinanderhalten: Vicky, Mira, Lena, Isolde und die anderen. „Wenn man täglich mit ihnen zusammen ist, kennt man sie sehr gut.“

Auch das Gras, das die Tiere auf der Weide fressen, ist bio. Es wächst nämlich ohne künstliche Stoffe. Das heißt, der Bauer nimmt keine Chemie, damit etwa die Pflanzen besser wachsen. Das ist auch besser für die Umwelt, sagt Anton Albrecht.

Außerdem trocknet er das Gras. Man nennt es dann Heu. Eine große Lagerhalle auf seinem Hof ist bis unter das Dach damit gefüllt. „Das bekommen meine Tiere im Winter, wenn draußen nichts mehr wächst und Schnee liegt“, sagt der Bauer. Und so kann er auch im Winter sicher sein, dass seine Bio-Kühe gutes Bio-Heu futtern.

Bio oder nicht - Wir bestimmen mit

Wusstest du, dass Bio-Essen häufig teurer ist als andere Milch, Äpfel oder anderes Brot? Das liegt daran, dass es meist auch teurer ist, Bio-Produkte herzustellen.

Für Bio-Bauern ist es oft aufwendiger, ihren Acker von Unkraut zu befreien. Denn sie sollten nicht einfach mit Chemie-Stoffen dagegen kämpfen. Und sie dürfen auch nicht mit künstlichen Mitteln dafür sorgen, dass mehr Getreide wächst.

Ob es mehr Bio-Sachen im Laden zu kaufen gibt, liegt auch an uns. Denn nur wenn die Menschen mehr für Brot, Milch oder andere Sachen ausgeben, können die Bauern damit Geld verdienen und davon leben. Doch nicht alle Leute können sich die Bio-Sachen leisten.

Manche Bio-Bauern verkaufen Eier, Butter und Milch auch direkt auf dem Hof. Dann kann man vielleicht auch gleich schauen, was dort so los ist.

So kann man Landwirt werden

Morgens richtig früh aufstehen und die Kühe füttern und melken: Wer Bauer oder Landwirt werden möchte, darf kein Langschläfer sein. Aber: „Für Menschen, die Natur und Tiere lieben, ist Landwirt ein wunderschöner Beruf“, sagt Bauer Anton Albrecht.

Denn man arbeitet zum Beispiel oft an der frischen Luft.

Landwirt ist aber auch ein anstrengender Beruf. Denn auf einem Bauernhof wartet jede Menge Arbeit. Der Bauer und oft auch seine Familie versorgen die Tiere oder arbeiten auf dem Feld. Am Sonntag ausschlafen - nicht als Bauer. Schließlich brauchen die Tiere ihr Futter.

Um Landwirt zu werden, kann man unter anderem eine Ausbildung zum Landwirt machen. Dazu braucht man oft mindestens einen Hauptschulabschluss. Die Ausbildung dauert drei Jahre. Dabei geht es in der Berufsschule zum Beispiel viel um Biologie. Man lernt etwa wie man Pflanzen richtig schützt und pflegt. Es dreht sich in dem Beruf auch einiges um Technik. Schließlich arbeiten Landwirte mit Maschinen zum Melken oder Traktoren und Mähdreschern.

Wusstest du, dass eine Kuh jeden Tag schon mal eine kleine Badewanne leersaufen kann? Zumindest von der Menge her. Wie viel eine Kuh trinkt, hängt aber auch davon ab, welches Futter sie bekommt.

Sind es eher saftige Grashalme auf der Weide, trinkt sie vielleicht weniger. Bei trockenem Futter braucht sie mehr Wasser.

Ohne ausreichend Wasser kann eine Kuh auch nicht richtig Milch geben.

Wenn eine Kuh an die Tränke spaziert, nimmt sie meist nicht nur ein Schlückchen. In der Zeit, in der du ruhig bis 30 zählst, gluckert eine Kuh ungefähr 10 Liter Wasser weg. Das ist superschnell. Oder schaffst du es in 30 Sekunden, etwa 10 Flaschen Wasser auszutrinken?

Quelle: HNA Online

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P wie Polarschnee Manchmal schneit es, wenn die Sonne scheint und der Himmel blau ist. Das passiert, wenn die Luft draußen sehr kalt ist, bei unter minus 15 Grad. Dann können sich in der frostigen Luft winzige Eiskristalle bilden. Das nennt man Polarschnee. Eigentlich besteht der Polarschnee nicht aus richtigen Schneekristallen. Die Eiskristalle sind viel kleiner und haben keine abstehenden Ärmchen - sie gleichen eher winzigen Nadeln. Trotzdem: Am Boden seen sie aus wie Schnee.


A wie Avatar Einen Avatar könnt ihr nicht anfassen. Es ist eine Figur, die in der Regel nur in virtuellen - also in künstlichen - Welten existiert. Und zwar als Abbild von einem echten Menschen oder Tier. Wenn ihr also zum Beispiel in ein Computerspiel eintaucht und dort als Figur auf dem Bildschirm unterwegs seid, dann ist diese Gestalt euer Avatar. Das Wort kommt übrigens aus der alten indischen Sprache Sanskrit. «Avatara» bezeichnet in indischen Religionen die Gestalt eines Gottes, der auf die Erde kommt und dort in einen Körper schlüpft.