Die Universität Würzburg kann als erste deutsche Hochschule Blut von Patienten mit älteren Proben aus der Zeit vor der Erkrankung vergleichen - zumindest, wenn sie in Bayern Blut gespendet haben.

© Archivbild: dapd
Eine entsprechende Kooperation haben der Blutspendedienst des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) und die Uniklinik in Würzburg besiegelt. Das Klinikum kann damit künftig für Forschungszwecke auf rund drei Millionen Plasmaproben des Blutspendedienstes zugreifen.
Das Pilotprojekt macht es möglich, die Blutwerte der erkrankten Spender vor und nach der Krankheit miteinander zu vergleichen. „Das ist eine einmalige Chance für die Wissenschaft“, sagte der ärztliche Direktor des Uniklinikums, Roland Jahns. So finden sich im Blut von Patienten mit Herzschwäche beispielsweise Peptid-Moleküle, die bereits auf die Krankheit hinweisen, bevor die Betroffenen überhaupt Symptome spüren. Diese sogenannten Biomarker wollen die Würzburger Wissenschaftler weiter erforschen. „Wir haben jetzt die Chance, bislang völlig unbekannte Biomarker zu entdecken.“
Die Uni baut seit dem Sommer 2011 in Würzburg eine von fünf nationalen Biomaterial- und Datenbanken in Deutschland auf. Dort werden neue Gewebe- und Flüssigkeitsproben von Patienten gesammelt. Die vier anderen Standorte sind Aachen, Heidelberg, Berlin und Kiel. Nur die Uni Würzburg jedoch arbeitet zudem mit der regionalen Blutspender-Biobank zusammen. (dpa)
Quelle: HNA Online


Empfehlen Sie diesen Artikel Ihren Freunden und Bekannten!
Bitte berichtigen Sie oben aufgeführte Fehler und klicken danach noch einmal auf den Absenden Button.
Bitte setzen Sie sich mit der technischen Abteilung in Verbindung.
Nicht alle Aufgaben konnten abgearbeitet werden.