Mobilität ist ein Kennzeichen unserer Zeit. Sie ist lebenswichtig für unsere Gesellschaft, aber auch für jeden Einzelnen. Leider sind mit einer Krankheit oder dem zunehmenden Alter häufig Einschränkungen der Mobilität verbunden. Passende Hilfmittel geben in diesen Fällen die Beweglichkeit zurück.

© Foto: Medicus
Neuartiger Rollator attempo
Die Möglichkeiten, einer drohenden Isolierung durch den Verlust von mobilität entgegen zu wirken, sind do zahlreich wie einfach. Gibt es doch für fast jede Art von Einschränkung ein entsprechendes Hilfsmittel. Die richtige Wahl zu treffen ist manchmal nicht einfach. Hilfe finden Interessierte zum Beispiel bei den Beratern im Sanitätshaus.
Dass manchmal nur eine kleine Unebenheiten zur Stolperfalle werden kann, wissen vor allem Menschen mit Gehstörungen. Dann verspricht ein Rollator Besserung, er wird zum ständigen Begleiter, wähnt man sich doch sicherer mit einem solchen Gefährt an der Hand. Handicap Gehhilfe So dachte auch Hans Wulff, als seine Mutter eine Gehhilfe benötigte. Doch was er dann beobachtete, war das Gegenteil. „Jede noch so kleine Schwelle wurde für sie zum unüberwindbaren Hindernis“, erinnert er sich. Die Vorderräder des Gehwagens blockierten und stellten sich quer. Um jetzt weiter zu kommen, musste die gehbehinderte Dame den Rollator anheben und über die Unebenheit hinweg tragen. „Dabei soll das Hilfsmittel doch eine Erleichterung sein“, sagt Wulff.
Eine weitere Neuerung sind die geschwungenen Griffrohre, die aufgrund ihrer Position für eine gute Rumpfaufrichtung sorgen. Mit minimalem Krafteinsatz kann der Rollator bewegt werden. „Die Benutzer laufen bequem zwischen den Hinterrädern und nicht gebeugt dahinter“, sagt Wulff. Der Rollator hat eine extra große und komfortable Sitzfläche, damit auf längeren Touren auch Pausen eingelegt werden können. Dabei ist er mit 58 cm Breite so schmal, dass er durch jede Tür passt. Mit zwei Handgriffen lässt er sich platzsparend zusammenfalten. Durch leichtes Aufstützen auf die Handgriffe klappt er wieder auseinander.
Auf Alltagstauglichkeit geprüft wurde die Gehhilfe im Zentrum für Geriatrie in Hofgeismar. „Auf die Rückmeldungen konnte ich prompt reagieren, weil die Produktion in den Kasseler Werkstätten statt findet,“ sagt Wulff. Mittlerweile hat er eine Firma gegründet. „Mein Bestreben ist es, den Menschen ihre Mobilität zu erhalten oder auszubauen, damit sie ihre Unabhängigkeit bewahren“, so der Geschäftsführer.



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