Für die Flut-Opfer

Stars ersingen 40.000 Euro bei Benefiz-Konzert

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Mary Roos war beim Benefizkonzert in Hamburg dabei.

Hamburg - Ein Benefiz-Konzert mit einem hochkarätig besetzten Star-Ensemble hat in Hamburg mindestens 40.000 Euro für die Hochwasser-Opfer entlang der Elbe eingebracht.

Künstler und Bands wie Sasha, Revolverheld oder Tonbandgerät sammelten am Sonntag unter dem Namen „Elballianz“ bei den Zuhörern auf der Reeperbahn mit ihrem Auftritt Spenden für die Hochwasserhilfe des Deutschen Roten Kreuzes. Auch Unternehmen unterstützen die Aktion mit Sach- oder Geldspenden. Die Polizei zählte 3000, die Veranstalter bis zu 10 000 Zuhörer.

Den Auftakt machten Liedermacher Rolf Zuckowski und sein Chor der Elbkinder. „Wir haben die Flut bei einem Konzert in Prag anschwellen sehen und dachten uns, jetzt kommt's dicke“, sagte Zuckowski zwischen zwei Stücken, „aber dass es so heftig wird, hatten wir nicht gedacht.“ Gemeinsam mit Theaterchef Corny Littmann trommelte er innerhalb weniger Tage die prominente Truppe zusammen, organisierte Sponsoren und Unterstützer. Für Zuckowski ging das Konzept auf. „Zufrieden ist kein Begriff, ich bin überwältigt. Aus den Augen der Leute kann ich herauslesen, dass sie wegen der Sache und nicht wegen der Stars gekommen sind“, sagte der Musiker.

Dabei hatte die Veranstaltung zeitweise mit heftigem Platzregen zu kämpfen. „Wir Hanseaten sind Schietwetter gewöhnt“, sagte Moderator Corny Littmann. „Die Leute an der Elbe sind viel schlimmer dran.“ Die Initiative „Elballianz“ geht auf Zuckowski und Theaterchef Littmann zurück. Nach Angaben der Veranstalter sind mehr als 3000 Einsatzkräfte des DRK nach wie vor in den Hochwassergebieten in Deutschland im Einsatz.

Die Flutopfer können jeden Euro Hilfe gebrauchen: Schätzungen zufolge soll die Katastrophe in Deutschland Schäden in zweistelliger Milliarden-Höhe angerichtet haben. Allein für die Wirtschaft rechnen Fachleute mit mindestens elf Milliarden Euro. Die Bundesregierung hatte jüngst angekündigt, den betroffenen Gebieten mit acht Milliarden Euro unter die Arme zu greifen.

dpa

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