Nach Lokis Tod: Schmidt will weiterarbeiten

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Helmut Schmidt nach der Trauerfeier für seine Ehefrau Loki.

Berlin/Hamburg - Altbundeskanzler Helmut Schmidt will nach einem Medienbericht trotz des Todes seiner Ehefrau Loki vorerst so weiterarbeiten wie immer.

An seinen üblichen Terminen werde sich nichts ändern, sagte Schmidt der “Bild“-Zeitung (Montagausgabe). Er fügte hinzu: “Ob es gut geht, werden wir sehen. Ein paar Jahre habe ich wahrscheinlich noch!“.

Er habe bereits einige Zeit vor Lokis Tod damit gerechnet, dass sie sterben werde, sagte Schmidt. “Dass es zu Ende geht, habe ich Wochen vor ihrem Tod geahnt. Nur nicht, wie lange es noch dauern würde.“

Abschied von Loki Schmidt

Abschied von Loki Schmidt

Die Anteilnahme von Millionen Deutschen am Tod seiner Frau habe ihn zwar bewegt, aber nicht helfen können. Er sei “unendlich traurig“ gewesen. Seine Frau hätte sich sicher “riesig gefreut“ über das Mitgefühl so vieler Deutscher.

In der Todesnacht sei nur seine Tochter bei seiner Frau gewesen, sagte Schmidt. “Ich dachte nicht, dass es in dieser Nacht passieren würde. Ich hatte noch mit ein, zwei Wochen mehr gerechnet. Am Schluss ist es dann doch sehr schnell gegangen.“ Es liege ihm auf der Seele, dass er zuletzt nicht bei ihr gewesen sei.

Loki Schmidt: Bilder ihres Lebens

Loki Schmidt: Bilder ihres Lebens

Schmidt trägt weiterhin, wie bereits während der Trauerfeier, Lokis Ehering am kleinen Finger der linken Hand. “Ich habe ihn meiner Frau abgenommen. Mein eigener Ring passte mir schon lange nicht mehr. Den hatte ich vor Jahren abgelegt, mit viel Mühe und grüner Seife. Jetzt habe ich im Alter aber so viel Gewicht verloren, dass mein Ring wieder passt. Und Lokis Ring passt genau auf meinen kleinen Finger, ein Andenken.“

Er wünsche sich, dass die Menschen seine Frau in Erinnerung behalten “so wie sie war - da mache ich mir keine Sorgen“, sagte der Altkanzler.

dapd

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