Wochenklumne

Zwischen den Zeilen: Volkshochschule ohne Volk und Bad-Gerüchte

Christine Zacharias

Ein breitgefächertes, bezahlbares Bildungsangebot für alle – das ist der demokratische Grundgedanke hinter der Volkshochschule. Da gibt es Kurse zur beruflichen Weiterbildung, sprachliche Angebote, Möglichkeiten zur Gesundheitsförderung und jede Menge Kreatives und Kulturelles. Im Landkreis Hersfeld-Rotenburg gibt es die Volkshochschule seit 70 Jahren, und das ist gestern gefeiert worden – allerdings leider ohne das Volk.

Zu der Feier stellte die Volkshochschule in einem Drei-Stunden-Programm ihre Angebote vor, die Dozenten gestalteten mit viel Aufwand und Einsatz Infotische und Ausstellungen oder präsentierten neue EDV-Programme – doch alles unter Ausschluss der Öffentlichkeit und nur für ein Fachpublikum. Die Menschen, die die Kurse besuchen sollen, waren ebenso wenig eingeladen wie die Presse.

Dass die Dozenten vorher gar nicht wussten, dass sie sich all die Arbeit gemacht haben, damit ihre Organisation glänzen kann ohne dabei einen Werbeeffekt zu erzielen, ist dabei eine weitere kuriose Randnotiz.

Nichts verbreitet sich schneller als Gerüchte. Und die können dann mitunter für gehörige Aufregung sorgen, egal ob sie bestätigt werden oder nicht. So war es in den vergangenen Tagen mit dem Gerücht, das Geistalbad in Bad Hersfeld solle umgebaut werden. Von einer Beckenverkleinerung war da die Rede und von vielen weiteren Details. Das das möglicherweise wirklich nur Gerüchte seien, hielten die Schwimmer für unwahrscheinlich. „Wenn so etwas erzählt wird, ist meistens auch was dran“, orakelten sie.

Ist es nicht, zumindest nichts Konkretes. Unstrittig ist bei Stadt und Bäderbetrieb, dass in dem Bad Sanierungsbedarf besteht. Doch wie groß der ist und was sinnvollerweise getan werden sollte, das soll erst einmal ein Gutachten klären. Der Gutachter habe aber noch gar nicht angefangen, war auf Nachfrage aus dem Rathaus zu hören. Zu welchen Schlüssen er dann kommen werde, könne deshalb niemand sagen. Dass in einem kleineren Becken weniger Wasser benötigt und aufgeheizt werden muss, ist logisch. Dass es in einem kleinen Becken an heißen Tagen sehr, sehr eng wird, auch.

Von Christine Zacharias

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