Lolls-Countdown läuft: Der Aufbau der Fahrgeschäfte und Buden schreitet voran

Zwischen Stahl und Plüsch

Andreas Pribyla geht auf die Knie: Er macht auf dem Marktplatz das Kinderkarussell Fantasia der Firma Bode Lolls-fit. Fotos: Maaz

Bad Hersfeld. Während die Stahlträger und Gondeln für die Wilde Maus mit einem Spezialkran und ordentlich Muskelkraft in die richtigen Positionen gebracht werden, reihen Stefan Rosenboom und sein Team unzählige Schafe, Teddybären und Super-Mario-Figuren aus Plüsch ordentlich auf.

Auch der Aufbau einer Losbude dauert zwei bis drei Tage, erklärt der Schausteller aus dem Münsterland. Peter Münch von der Wilden Maus steht vor einer ganz anderen Herausforderung: „Unser Fahrgeschäft muss um den Stromkasten und die Laterne herum gebaut werden, da ist Millimeterarbeit gefragt!“

Auf die Größe kommt es an

Achterbahn in Arbeit: Auch der Aufbau der Wilden Maus hat gestern Mittag begonnen.

Auf dem Marktplatz wurde gestern weiter fleißig für Lolls gewerkelt. Der am Parkschein-Pavillon ausgehängte Lageplan zeigt genau an, wo welches Fahrgeschäft und welche Bude beim Lullusfest zu stehen hat. Wer wann aufbauen darf, ist ganz genau festgelegt. Dabei geht es der Größe und dem Standort nach.
Mit dem Aufrichten des 55- Meter-Riesenrads Bellevue war bereits am Montag begonnen worden (HZ berichtete). Gestern rückten dann unter anderem die Betreiber der Wilden Maus und des Autoscooters an. Beide Fahrgeschäfte sind direkt vom Oktoberfest in München nach Bad Hersfeld gekommen. Und erst wenn die Wilde Maus steht, können auch die anderen Fahrgeschäfte drumherum aufgestellt werden, wie der Break-Dance oder das High Impress. „Anders geht es nicht“, erklärt Organisator und „Mister Lolls“ Wilfried Roßbach von der Stadt. Unter den Schaustellern ist Kooperation und gegenseitige Rücksichtnahme gefragt.

Roßbach ist zwar schon seit 33 Jahren für die Lolls-Organisation verantwortlich, bei aller Routine gebe es aber immer noch neue Herausforderungen. „Jede Veranstaltung ist anders, auch weil die Schausteller variieren. Wir tun unser Bestes, damit alles reibungslos läuft.“ In diesem Jahr mussten zum Beispiel vier Strahler am Lichtmast für die Marktplatzbeleuchtung abmontiert werden, um die herum die Wilde Maus gebaut wird. „Die wären sonst im Weg gewesen“, so Roßbach. Beim Lullusfest würde die Straßenbeleuchtung ohnehin nicht gebraucht. Nach Lolls werden die Strahler dann wieder aufgehängt.

Stefan Rosenboom inmitten von hunderten Plüschtieren für seine Losbude Glücksprinz.

Insgesamt 50 Betriebe sind in diesem Jahr dabei, davon 14 neue. Gegenüber 2011 seien 52 Prozent der zugelassenen Schausteller ausgetauscht worden, sodass der Marktplatz laut Stadt „ein völlig neues Antlitz“ bekommt.
Zuletzt werden morgen und am Freitag die Stände im Außenring aufgebaut. Auch die Plätze im Zufahrtsbereich der Uffhäuser Straße werden möglichst lange freigehalten, um den Schaustellern, die zum Teil mit großen Containern kommen, die Zufahrt zum Marktplatz zu ermöglichen. Auch die Waren für die Imbissbuden oder etwa die Autos für den Autoscooter würden erst nach dem Aufbau angeliefert.

Von Nadine Maaz

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