Zwischen Genie und Wahnsinn: Bekannte Melodien in Bad Hersfeld

Mozart-Musical begeisterte die Zuschauer

Auf der Bühne: Auch bei der Kostümwahl flossen Alt und Neu ineinander. Foto:  Janssen

Bad Hersfeld. Was wäre, wenn Mozart heute leben würde? Das war wohl die Ausgangsfrage, die die Macher des Musicals „Mozart Superstar“ bei ihrer Arbeit bewegt hat. Am Dienstag begeisterte das Stück in der Bad Hersfelder Stadthalle.

Würde der geniale Komponist sich manisch getrieben dem Schreiben volkstümlicher Schlager widmen? Oder würde er doch eher Discosound, Beat, Rap oder Pop vorziehen? Eigentlich eine reizvolle Idee, dem schmalen Grat zwischen Genie und Wahnsinn, zwischen Ruhm und bitterer Armut, zwischen Glitzerwelt mit Groupies und der manischen Jagd nach Erfolg und Anerkennung anhand der kurzen, wechselvollen Lebensgeschichte und der unsterblichen Musik des Komponisten nachzuspüren.

An Crossovers zwischen Pop und der sehr eingängigen Musik Wolfgang Amadeus Mozarts haben sich schon viele versucht. Die Version, die die zur Kammeroper Köln gehörende Deutsche Musical Company auf die Bühne der Bad Hersfelder Stadthalle brachte, gehörte leider nicht zu den herausragenden Fassungen. Weder Mozart-Liebhaber noch diejenigen, die auf der Suche nach Musical-Schmelz waren, kamen an diesem Abend wirklich auf ihre Kosten: Unterlegt von lauten E-Gitarren- und Synthesizerklängen verschmolz die Musik teilweise zu einem schwer genießbaren Klangbrei, die Sängerinnen und Sänger hatten sichtliche Probleme sich gegenüber der sehr dominanten Playback-Klangkulisse in Szene zu setzen.

Mehr über das Stück und wie es unsere Kritikerin Ute Janssen erlebt hat, das lesen Sie am Donnerstag in der gedruckten Ausgabe der Hersfelder Zeitung.

Kommentare