Herbstsynode: Zusammenschluss mit dem Kirchenkreis Rotenburg bis 2020

Aus zweien mach’ einen

Abschied von Dekanatssekretärin Sonja Kuhl: Die spätere Prälatin Roswitha Alterhoff hat die „gute Seele des Kirchenkreises“ 1986 eingestellt, der 2013 verabschiedete Dekan Ulrich Brill hat 23 Jahre lang zuverlässig mit ihr zusammengearbeitet, und auch der seit gut einem halben Jahr amtierende Dekan Dr. Frank Hofmann hat sich bei der Einarbeitung auf ihre Fähigkeiten verlassen können. Grund genug, die Kirchheimerin bei der Herbstsynode mit anerkennenden Worten zu verabschieden. Von links: Pfarrer Volker Drewes, Dekan Dr. Hofmann, Sonja Kuhl, Alt-Prälatin Roswitha Alterhoff, Präses Inge Sehmer, Alt-Dekan Ulrich Brill und Pfarrer Dietmar Preiss. Foto: Ape

Bad Hersfeld. Um Engagement und Gleichgültigkeit von Kirchenmitgliedern, um Gegenwart und Zukunft, auch ganz konkret vor Ort, ging es bei der Herbstzusammenkunft der Synode des Kirchenkreises Hersfeld im Martin-Luther-Gemeindehaus.

Dabei stieß neben dem Bericht von Privatdozent Dr. Lutz Friedrichs über die Kirchenmitgliedschaftsuntersuchung der EKD vor allem der erste Bericht des seit gut einem halben Jahr in der Lullusstadt amtierenden Dekans Dr. Frank Hofmann auf große Aufmerksamkeit der Mitglieder des Kirchenparlaments. Enthielt er doch die Prognose, dass alles darauf hinausläuft, dass sich die Kirchenkreise Hersfeld und Rotenburg angesichts sinkender Mitglieds- und Pfarrstellenzahlen zum 1. Januar 2020 zusammenschließen und wie schon bei der gemeinsamen Verwaltung und bei dem von beiden gemeinsam getragenen Zweckverband Diakonisches Werk „an einem Strick“ ziehen werden.

Naheliegend

Wie Dr. Hofmann in Abstimmung mit der Rotenburger Dekanin Gisela Strohriegl berichtete, hat die Landeskirche 2009 Rahmenbedingungen für die künftige Größe und Struktur von Kirchenkreisen beschlossen. Danach sollen Kirchenkreise ab 2017 zwischen 25 und 40 Pfarrstellen haben. „Für unseren Kirchenkreis ist es in jeglicher Hinsicht naheliegend, mit dem benachbarten Kirchenkreis Rotenburg einen gemeinsamen Blick in die Zukunft zu werfen“, stellte Dr. Hofmann fest. Er verwies darauf , dass die Kirchenkreisvorstände beider Kirchenkreise bei den Beratungen über die Verlagerung des Kirchenkreisamts vom Bad Hersfelder Standort Frankfurter Straße in das zurzeit noch als Dekanat genutzte Fachwerkpfarrhaus am Kirchplatz „ein erstes Papier“ beschlossen hätten, über das man jetzt mit der Landeskirche im Gespräch sei.

Die volle Amtszeit

Danach ist es so, dass es zum Stichtag 31. Dezember 2017 im Kirchenkreis Rotenburg 17,5 und im Kirchenkreis Hersfeld 26, insgesamt also 43,5 Pfarrstellen, gibt und damit deutlich mehr als von der Landeskirche als Maximalgröße für einen Kirchenkreis zugrunde gelegt wird. „Wir haben der Landeskirche daher vorgeschlagen, als Zielpunkt für eine Fusion der beiden Kirchenkreise den 1. Januar 2020 in den Blick zu nehmen“, berichtete der Kirchenkreis--chef.

„Das würde bedeuten, dass die beiden seit diesem Jahr amtierenden Kreissynoden ihre Arbeit für die volle Amtszeit von sechs Jahren tun können, und dass wir zu Beginn des dritten Jahrzehnts mit einer neu gewählten Kreissynode in einem neuen Kirchenkreis starten können.“ Dr. Hofmann versprach, die Kreissynoden über die weiteren Schritte auf dem Laufenden zu halten und „regelmäßig in die Entscheidungsprozesse einzubinden“. MORGEN MEHR

Von Wilfried Apel

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