Karl-Ernst Schmidt und Reinhard Krebs überschreiten alte Grenzen

Zwei Landräte – eine Tour

Altes Gemäuer: Auch die Stiftsruine in Bad Hersfeld war ein Ziel der beiden Landräte und ihrer Gäste. Foto: nh

BAD Hersfeld. Landrat Dr. Karl-Ernst Schmidt nutzte die Sommerzeit auch in diesem Jahr wieder zu einer zwei-tägigen Reise durch den Landkreis.

Dabei wurde er wieder von zahlreichen Bürgern begleitet. Höhepunkt war die gemeinsame Exkursion seinem Landrats-Kollegen Reinhard Krebs aus dem Wartburgkreis, die unter dem Motto: „20 Jahre Wiedervereinigung“ alte Grenzen überschritten

Einen „Blick hinter die Kulissen“ konnten der Landrat und seine Gäste zum Auftakt der Tour in der Stiftsruine werfen. Bürgermeister Hartmut H. Boehmer, Intendant Holk Freytag und der technische Festspiel-Leiter Stephan Kuno führten sie durch die Ruine.

Industriebrache

Im Bad Hersfelder Schildepark, einer Industriebrache, die zum Stadtparkumgestaltet wird, erklärte Bürgermeister Boehmer den Besuchern die Historie des Areals und die geplanten Veränderungen. Beieindruckt kommentierte der Landrat: „Hier entsteht ein neues Stück Stadt, das Bad Hersfeld noch attraktiver macht“. Es folgten Abstecher zum Landwirtschaftszentrum Eichhof, den Sozialen Förderstätten und dem Kinder- und Erlebnisweg Solztal.

Bei der zweiten Etappe der Sommertour traf die Hersfelder Gruppe dann auf Schmidts Landrats-Kollegen Reinhard Krebs vom Wartburgkreis. Das Treffen fand am Mahnmahl Bodesruh statt und war der Auftakt zu einem grenzüberschreitenden Programm für die insgesamt 125 Teilnehmer.

In Dankmarshausen begrüßte Pfarrer Fritz Ewald die Gruppe in der St.-Kilian-Kirche und berichtete aus dem Leben in der DDR, aus der Grenzsituation und dem „Geschenk der Vereinigung“. In Obersuhl wurde die große Gruppe von Bürgermeister Jürgen Grau empfangen und zum Grenzlehrpfad geführt. Dort übernahmen Karl Schöppner und Horst Schaub die Führung zu markanten Grenzpunkten und erläuterten, was bis 1989 bittere Realität war.

Es folgte eine Betriebsbesichtigung bei der Firma Alsecco, bei der sich alles um Fassadendämmsysteme, Wärmedämm-Verbundsysteme und deren Produktion und Vertrieb dreht, wie Geschäftsführer Michael Wendler und der technische Betriebsleiter Matthias Brox erläuterten. Besucht wurde auch die Firma BIM in Gerstungen, die Berufsbekleidung und Industrieputztücher herstellt.

Gang durchs Museum

Den Abschluss der ersten gemeinsamen Sommertour von Thüringern und Hessen bildeten ein Besuch im Schloss Gerstungen und ein Gang durch das Museum, das von der Früh- und Vorgeschichte bis zur Gegenwart eine Zeitreise durch die Jahrhunderte ermöglicht.

Die beiden Landräte waren ebenso wie ihre Gäste begeistert von der gemeinsamen Tour und verwiesen auf die Feier „20 Jahre Wiedervereinigung“, die am 24. September in der Großsporthalle in Obersuhl stattfinden wird. (red/kai)

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