Linke diskutierten in Bad Hersfeld mit Gästen

Geplante Trasse Richtung Eisenach: Zwei Ideen für die Bahn

Bad Hersfeld. Mit zwei neuen Vorschlägen für die von der Deutschen Bahn im Bundesverkehrswegeplan 2030 vorgesehenen Verbindung von der Schnellbahnstrecke Hannover-Würzburg Richtung Osten wartete eine Diskussionsveranstaltung der Partei Die Linke in Bad Hersfeld auf.

Eine Variante würde von Niederaula auf der bislang eingleisigen Trasse durch das Fuldatal verlaufen, vor Bad Hersfeld aber abzweigen und entlang der Autobahn A4 zur bestehenden Strecke aus dem Haunetal Richtung Bad Hersfelder Bahnhof führen.

Tunnel-Lösung

Ein zweiter Vorschlag sieht als kürzeste Linie eine Tunnel-Lösung vor. Sie würde von Burghaun-Langenschwarz mit einer kurzen Unterbrechung unterirdisch verlaufen, am Johannesberg unterhalb des Flugplatzes an die bestehende Strecke Richtung Bad Hersfeld anschließen und nach dem Bahnhof in Höhe der Kläranlage in einen weiteren Tunnel nach Wildeck führen.

Initiator der Fuldatrassen-Idee ist das Bündnis „Pro Bahn“, für das Dr. Bernhard Knierim sprach.

Die Tunnel-Variante stellte Dr. Joachim Dähn, Vorsitzender des Bad Hersfelder Lärmschutzbeirats, für die örtlichen Bürgerinitiativen vor. Dähn betonte zudem, dass nur die Untertunnelung auch beim Lärmschutz für Entlastung sorge.

Bisher nur Korridor

Im neuen Bundesverkehrswegeplan ist bislang nur ein Korridor eingezeichnet, in dem die neue Verbindung verlaufen könnte.

Im Vorfeld hatte es von Seiten der Kommunalpolitik und der Bürger erhebliche und letztlich erfolgreiche Proteste gegen einen zwischenzeitlich vorgesehenen Streckenneubau im Geistal gegeben und die Nutzung der Fuldatalstrecke, die am Ende am Kurpark entlang durch die Stadt führt (unsere Zeitung berichtete).

Zu Beginn der Veranstaltung im Konferenzraum der Stadthalle hatte Sabine Leidig, die verkehrspolitische Sprecherin der Linken im Bundestag, die Standpunkte ihrer Partei erläutert.

Im weiteren Verlauf kam auch der Mediator Wulf Hahn von der Firma RegioConsult zu Wort, der auch schon bei einer weiteren Problemstelle der aus Richtung Frankfurt kommenden Strecke im Kinzigtal vermittelt hat.

Von Karl Schönholtz

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