Bad Hersfeld liest ein Buch: Die Schüler der Konrad-Duden-Schule lesen mit

Zuse erlebbar machen

Aktion gegen Mobbing: Auch auf die negativen Seiten des Internets wurde hingewiesen. Foto:Spanel.

Bad Hersfeld. Zu ihrer Ausstellungseröffnung luden die Schüler der Konrad-Duden-Schule am Donnerstagabend ins Bad Hersfelder Mitmach-Museum „wortreich“ ein. Inspiriert von Friedrich Christian Delius’ Roman „Die Frau, für die ich den Computer erfand“ hatten sich zuvor 13 Projektgruppen jeden Alters auf vielfältige Weise mit dem Thema auseinandergesetzt.

Die Ergebnisse werden noch drei Wochen lang als „Digitale Sprachbilder“ im „wortreich“ und auf dem „Kulturweg“ von der Konrad-Duden-Schule zum „wortreich“ zu sehen sein.

Besonders die von den Schülern gestalteten und ausgestellten „QR-Codes“ (eine Abkürzung für „Quick Response“, englisch für „schnelle Antwort“) begeisterten und faszinierten die Besucher der Ausstellungseröffnung.

Codes der neuen Generation

Ein „QR-Code“ besteht aus einer quadratischen Matrix aus schwarzen und weißen Punkten, die die kodierten Daten binär darstellen. Damit führt diese Art von Codierung eben jene Tradition fort, die Konrad Zuse mit der Erfindung der ersten binären Rechenmaschine begründet hat.

In den folgenden Wochen können Interessierte die „Digitalen Sprachbilder“ der Schüler im „wortreich“ oder auf dem „Kulturweg“ in der Bad Hersfelder Innenstadt mit Hilfe eines internetfähigen Smartphones schnell und einfach dekodieren. Hinter den „QR-Codes“ verbirgt sich dabei allerhand Überraschendes und Kreatives; unter anderem 54 sogenannte „Elfchen“ zum Themenkomplex Konrad Zuse, Rechenmaschine und Technik. „Elfchen“ sind fünfzeilige Gedichte, die aus nicht mehr als elf Wörtern bestehen dürfen.

Eine ganz andere, aber nicht minder außergewöhnliche Art der Annährung an den Roman bot das Musikprojekt „Zuses-Algo-Rhythmus“ der Klassenstufe neun. Melodie, Text und Klang bezogen sich ausschließlich auf Motive und Stationen aus Leben und Werk Konrad Zuses. So diente etwa der Code einer Lochkarte aus einer original Zuse-Rechenmaschine als Rhythmusvorlage.

Abgerundet wurde die Ausstellungseröffnung durch „Das ist Mobbing“-Rollenspiele in Zusammenarbeit mit der Polizeidirektion Osthessen. Hier wurden die Gefahren von Cybermobbing in den sozialen Netzwerken szenisch aufgearbeitet.

Ehrengast Friedrich Christian Delius indes zeigte sich begeistert von dem Ideenreichtum, der Kreativität und dem Engagement der Schüler. „Das ist eine Explosion der Fantasie“, sagte der Autor.

Von Emily Spanel

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