Nordhessischer Verkehrsverbund vergibt Linien im Südkreis an Firma aus Niederaula

Zuschlag für Bus-Käberich

Bad Hersfeld. Nach einer europaweiten Ausschreibung des Nordhessischen Verkehrsverbundes für insgesamt zehn Buslinien und fünf Anruf-Sammel-Taxi-Linien (AST), die zum Fahrplanwechsel am 13. Dezember starten werden, steht ein neuer Betreiber fest. Erstmals gewinnt mit der Firma Käberich Omnibusbetrieb aus Niederaula ein privates, mittelständisches Unternehmen aus dem Landkreis Hersfeld-Rotenburg.

Die Ausschreibung für sämtliche Linien mit einer jährlichen Verkehrsleistung von 720 000 Kilometern erfolgte nach den Vorgaben des EU-Rechts. Den Zuschlag erhielt das Verkehrsunternehmen, das auf der Grundlage hoher Qualitätsanforderungen das wirtschaftlichste Angebot abgegeben hatte. Mit diesem Verfahren will der NVV das Verkehrsangebot für die Fahrgäste bezahlbar halten und gleichzeitig den steigenden Ansprüchen an Umweltstandards, Modernität und Komfort genügen.

Die Firma Käberich wird zukünftig die Linien des Busbündels Fulda/Aula mit Bus- und AST-Leistungen im südlichen Gebiet des Landkreises Hersfeld-Rotenburg betreiben.

Vertrag über acht Jahre

Der Verkehrsvertrag läuft über acht Jahre und umfasst die Leistung der lokalen Buslinien 365, 370, 380-385 und 391, die ab Dezember 2015 Verbindungen zwischen den Gemeinden Breitenbach am Herzberg, Hauneck, Haunetal, Neuenstein, Niederaula und Kirchheim und der Kreisstadt Bad Hersfeld herstellen. Auch die Marktgemeinde Eiterfeld im Landkreis Fulda wird weiterhin durch die regionale Buslinie 360 mit Bad Hersfeld verbunden. Im Busverkehr werden ab Betriebsstart 14 Fahrzeuge eingesetzt werden, darunter zwei Gelenkbusse.

Weiterer Bestandteil des Vertrages sind die Anruf-Sammel-Taxi-Linien 329, 369 und 379, die außerhalb der Betriebszeiten des Busverkehrs ein Verkehrsangebot zwischen Bad Hersfeld und den Ortsteilen der umliegenden Gemeinden Hauneck, Haunetal, Ludwigsau und Neuenstein anbieten. Mit den AST-Linien 359 und 389 werden darüber hinaus Fahrten im Kerngebiet und den Stadtteilen der Stadt Bad Hersfeld angeboten.

Eingesetzt werden in der Regel neue, klimatisierte Niederflur-Busse die mit einer Absenkvorrichtung und einer Rampe ausgestattet sind, die auch älteren Fahrgästen oder Personen mit Kinderwagen oder im Rollstuhl einen bequemen Einstieg ermöglichen. Im Innenraum befindet sich eine Fläche für Rollstühle, Kinderwagen oder Fahrräder. Auch an die Umwelt ist gedacht: Die eingesetzten Busse werden je nach Zulassungsdatum die geltende Euro- 6-Abgasnorm erfüllen.

Mindestens Tariflohn

Um Niedriglöhne zu verhindern, wurde der Ausschreibungsgewinner verpflichtet, Busfahrer mindestens nach dem tarifvertraglich vereinbarten Niveau für das private Omnibusgewerbe des Landesverbandes Hessischer Omnibusunternehmer (LHO) zu entlohnen. (red/rey)

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