Arbeitsagentur Bad Hersfeld beteiligt sich an hessenweiter Telefonaktion für Frauen

Zurück in den Beruf

Gibt Tipps: Nadine Kunze von der Arbeitsagentur Bad Hersfeld berät beim Telefonaktionstag am 20. Februar Frauen, die wieder ins Berufsleben einsteigen wollen. Foto: Maaz

Hersfeld-Rotenburg. „Frauen haben es drauf“, sind sich die Verantwortlichen der Arbeitsagentur Bad Hersfeld-Fulda sicher, die sich deshalb am hessenweiten Telefonaktionstag für Frauen, die wieder ins Berufsleben einsteigen wollen, beteiligt. Am Donnerstag, 20. Februar, beantwortet Nadine Kunze in Bad Hersfeld alle Fragen rund um die Rückkehr an den Arbeitsplatz nach der Familienzeit, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf oder die entsprechenden Angebote der Arbeitsagentur.

„Mit dem Aktionstag wollen wir Hemmschwellen abbauen und Frauen erreichen, die sich bislang vielleicht nicht getraut haben“, sagt Melanie Bonacker, Pressesprecherin der Arbeitsagentur. „Wir sind direkt ansprechbar, ohne dass eine Hotline dazwischen geschaltet ist.“

Zuschuss für Tagespflege

„Je länger man raus ist, desto größer ist die Sorge, die Anforderungen nicht mehr zu erfüllen“, erklärt der Leiter der Arbeitsagentur Bad Hersfeld-Fulda, Waldemar Dombrowski. Und Nadine Kunze als Ansprechpartnerin für Wiedereinsteigerinnen und Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt weiß wovon sie spricht, wenn es um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf geht, denn sie ist selbst Mutter von immerhin vier Kindern. Eine Möglichkeit, um die Betreuung der Kinder auch zu „Randzeiten“ oder in den Ferien zu gewährleisten sei beispielsweise die öffentliche Tagespflege, die im Landkreis Hersfeld-Rotenburg erfreulicherweise bezuschusst werden könne. „Eine Nanny können sich die wenigsten leisten.“

Die Chancen für einen Wiedereinstieg in den Beruf stünden derzeit gut: „Vor allem in den Bereichen Gesundheit und Pflege, Hotel- und Gaststättengewerbe, aber auch im gewerblich-technischen Bereich sind viele Stellen frei“, so Kunze. Sie möchte den Frauen zudem Mut machen, von der Teilzeit in die Vollzeitbeschäftigung zu wechseln. „Teilzeitarbeit ist im Moment noch eine Frauendomäne“, erklärt sie, „zwei Drittel der geringfügig Beschäftigten sind Frauen.“ Eine Teilzeitbeschäftigung habe zwar den Vorteil, Familie und Beruf besser vereinbaren zu können, aber eben auch den Nachteil eines geringeren Einkommens mit Auswirkungen auf die Rente.

„Die Wirtschaft braucht die Frauen“, weist Waldemar Dombrowski mit Blick auf den demografischen Wandel hin, der in Zukunft zu einem deutlich geringenen Arbeitskräftepotential in der Region führe. „Wir haben in diesem Sinne eine klassische Win-Win-Situation.“

Zu erreichen ist Nadine Kunze am 20. Februar von 9 bis 15 Uhr unter der Telefonnummer 06621/209200.

Von Nadine Maaz

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