Wer für eine Stichprobe ausgewählt wird, muss Auskunft geben

Volkszählung: Im Kreis werden 14 000 befragt

Hersfeld-Rotenburg. Die Lebensumstände von etwa 14 000 Menschen im Kreis Hersfeld-Rotenburg werden im nächsten Jahr im Zuge der Volkszählung Mikrozensus 2011 erfragt. Die Betroffenen werden durch ein Zufallsverfahren ausgewählt.

Dabei werden Anschriften ausgesucht, keine einzelnen Personen. Es geht also um Haushalte, egal, ob eine oder mehrere Personen dort wohnen, erläuterte Michael Adam, der Pressesprecher des Kreises. Sogar Altenheime könnten ausgewählt werden. Deutschlandweit sollen acht Millionen Haushalte unter die Lupe genommen werden. Wer betroffen ist, steht noch nicht fest. Der Kreisverwaltung, die dafür eigens eine Erhebungsstelle einrichten muss, sind die Adressen noch nicht bekannt. Fest aber steht: Wer ausgewählt wurde, muss antworten. Bei Verweigerung droht eine Geldbuße.

Etwa 170 Interviewer werden losgeschickt, um in den Haushalten knapp 50 Fragen zu stellen. Schon jetzt haben sich 39 Frauen und Männer beim Kreis gemeldet, die andere befragen möchten. Weitere können sich im Landratsamt Bad Hersfeld melden. Sie werden im März und im April geschult und starten am 9. Mai zur Interview-Tour. Der Fragebogen kann aber auch im Internet ausgefüllt werden.

Schon jetzt läuft eine Vorbefragung des Statistischen Landesamtes der Eigentümer von Gebäuden und Wohnungen. Sie diene der Erleichterung und Korrektur der bisher vorliegenden Anschriften und zur Erleichterung der Organisation zur Gebäude- und Wohnungszählung, erklärte Michael Adam. Auch hier besteht Auskunftspflicht.

Die Namen und Adressen der Eigentümer für die Vorbefragung bekommen die Statistischen Landesämter von Liegenschaftsämtern, kommunalen Grundsteuerstellen oder Entsorgungsbetrieben,

www.zensus2011.de

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Von Silke Schäfer-Marg

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