Finanzamt bestätigt:

Zunahme der Selbstanzeigen von Steuersündern im Kreis Hersfeld-Rotenburg

Bad Hersfeld. Auch das Finanzamt Hersfeld-Rotenburg verzeichnet in diesen Tage eine Zunahme der Selbstanzeigen wegen Steuerhinterziehung. Das bestätigte Finanzamtsvorsteher Frank Drill gegenüber unserer Zeitung.

Die genaue Zahl der eingegangenen Selbstanzeigen wollten Drill aber mit Hinweis auf das Steuergeheimnis nicht nennen. „Ich rechne damit, dass wir noch weitere Selbstanzeigen erhalten werden“, sagte Drill, weil immer mehr Steuersünder damit rechnen müssten auf der umstrittenen CD mit Bankdaten aus der Schweiz zu stehen.

Bundesweit war die Zahl der Selbstanzeigen in den letzten Tagen rapide angestiegen. Frank Drill wollte sich als Vorsteher des Finanzamtes persönlich nicht zu dem umstrittenen Ankauf der Steuersünderdateien äußern.

„Jeder Bürger sollte seine Einkünfte grundsätzlich immer umfassend erklären“, riet Drill. Wer sich jetzt selbst anzeigen wolle, könne auf eine diskrete Abwicklung vertrauen. „Keiner braucht Angst zu haben, hier am Pranger zu stehen“, versicherte der Finanzamtschef. Allerdings sei die Selbstanzeige keine billige Form, der Strafe zu entgehen. Für den hinterzogenen Betrag werden Zinsen kassiert. Drill nennt das den „Gerechtigkeitsausgleich“. (kai)

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