Nach Medienbericht: Buchhändler will sich zu Hersfelder Standort nicht äußern – Mitarbeiter schweigen

Zukunft der Weltbild-Filiale ungewiss

Buchhändler in den Schlagzeilen: In der Bad Hersfelder Weltbild-Filiale bleibt offenbar vorerst alles beim Alten. Foto: Schaffner

Bad Hersfeld. Wie geht es mit der Bad Hersfelder Weltbild-Filiale weiter? Diese Frage stellt sich nach einem Bericht der „Süddeutschen Zeitung“, wonach die Geschäftsführung des Buchhändlers über einen Verkauf von bis zu 70 Filialen nachdenkt und 200 Stellen streichen könnte.

„Aktuell gibt es keine Veränderung“, teilte Weltbild-Sprecherin Eva Großkinsky auf Anfrage unserer Zeitung mit: „Alle Filialen werden derzeit von Weltbild weiter betrieben.“ Aussagen zu einzelnen Standorten könne sie jedoch nicht treffen – auch nicht zur Filiale in Bad Hersfeld. Dort haben die Mitarbeiter lediglich aus den Medien von den möglichen Verkaufsplänen und Stellenstreichungen erfahren. Namentlich möchte sich in der Filiale an der Weinstraße allerdings niemand äußern. Weltbild beschäftigt fünf Mitarbeiter in Bad Hersfeld.

Sprecherin Großkinsky bestätigte unserer Zeitung, dass bei Weltbild über den Verkauf eines Teils der Filialen verhandelt wird. Unter anderem hätten sich die Umsatzerwartungen bestimmter Filialen nicht erfüllt, teilte sie mit, ohne konkrete Standorte zu benennen.

Ein Teilverkauf wäre „eine wichtige Weichenstellung im Restrukturierungsprozess, der hilft, langfristig Arbeitsplätze und das Unternehmen zu sichern“, so die Sprecherin. Sollten Filialen verkauft werden, würde der neue Eigentümer die Mitarbeiter übernehmen.

Schon 70 Filialen geschlossen

Weltbild hatte im Januar 2014 Insolvenz angemeldet. Dem Bericht der „Süddeutschen Zeitung“ zufolge wurden seitdem 1000 der einst 2300 Arbeitsplätze am Augsburger Firmensitz gestrichen. Zudem seien 70 von 250 Filialen geschlossen worden. (ses)

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