Brücke weiht neues Wohnhaus für psychisch erkrankte Menschen in Bad Hersfeld ein

Ein Zuhause mit Hilfen

Jede Menge Gäste kamen zur Einweihung des neuen Brücke-Hauses im Grünen Weg. Darüber freute sich unter anderem die Bereichsleiterin Wohnen, Petra Wilke (6. von rechts). Fotos: Zacharias

Bad Hersfeld. Was hätte einer Baulücke besseres passieren können, als zu einem Wohnprojekt der Brücke zu werden? Diese Frage stellte Erwin Binkofski von der Geschäftsführung des Vereins für psychosoziale Hilfen „die Brücke“ bei der Einweihung des neuen Hauses im Grünen Weg. Und natürlich fiel keinem der vielen Gäste ein besserer Verwendungszweck für das steile Hanggrundstück ein.

Hier haben nun acht Menschen ein neues Zuhause gefunden, die psychisch erkrankt sind und mehr oder weniger stark Unterstützung benötigen, um den Alltag zu bewältigen.

Der Bedarf an einem solchen Angebot wird schon allein dadurch deutlich, dass nur wenige Wochen nach der Eröffnung alle Plätze belegt sind, machte Petra Wilke, Bereichsleiterin Wohnen bei der Brücke, deutlich. Geplant wurde das neue Wohnprojekt bereits seit dem Jahr 2007, berichtete Wilke. Ein Jahr nach der Eröffnung des Elke-Kamm-Hauses habe sich abgezeichnet, dass der Bedarf nach stationärer Betreuung in einem Wohnheim weit größer sei, als zuerst gedacht. Für das neue Haus habe die Brücke ein neues Wohn- und Betreuungskonzept entwickelt, um allen Bewohnern Angebote entsprechend ihrer jeweiligen Hilfebedürfnisse machen zu können, erklärte Wilke. Wichtig sei dabei die räumliche Nähe zu den anderen Einrichtungen der Brücke. So sei auch nachts oder am Wochenende jederzeit ein Mitarbeiter erreichbar.

Das neue Wohnprojekt, für das Architekt Norbert Klos verantwortlich zeichnet, hat der Verein „die Brücke“ ohne öffentliche Unterstützung auf die Beine gestellt. Rund 800 000 Euro wurden investiert.

Lob und Anerkennung

Lob und Anerkennung für die Arbeit der Brücke gab es unter anderem von der Ersten Kreisbeigeordneten Elke Künholz, die darauf aufmerksam machte, dass eine psychische Erkrankung jeden jederzeit treffen könne, von Bürgermeister Thoms Fehling und von Anja Stenzel vom Landeswohlfahrtsverband.

Von Christine Zacharias

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