Hessische Betriebe wurden im „wortreich“ mit dem Q-Siegel für guten Service belohnt

Zufriedene Gäste sind der Erfolg

Ein Q für den Erfolg: Landrat Dr. Karl-Ernst Schmidt (vorne, von links) und Klaus Dieter Jäger vom Hessischen Wirtschaftsministerium (rechts) mit Sabine und Oliver Buschbacher. Foto: Lischper

Bad Hersfeld. „Wir haben unser Personal zu einem Team gemacht“, sagt Sabine Buschbacher, die mit ihrem Mann Oliver das Bad Hersfelder Hotel „sleep & go“ führt. Weil sie es geschafft haben, ihren Betrieb so umzustrukturieren, dass der Kunde noch besser im Mittelpunkt steht, wurde ihnen, als einem von 19 Betrieben in Hessen, das Zertifikat Q verliehen. Q steht für „Service Qualität Deutschland“ und ist eine Initiative, die Betrieben dabei hilft, sich für Besucher attraktiver zu machen. Das übergeordnete Ziel: Zu einer gelungenen Tourismusregion beitragen.

Die Kundenbrille aufsetzen

Sabine und Oliver Buschbacher haben 2009 mit der Umstrukturierung begonnen. Seit 1997 leiten sie den Hotelbetrieb mit 44 Zimmern, Restaurant und Biergarten. Damit die Zusammenarbeit ihrer zehn Mitarbeiter auf Vertrauen und gegenseitiger Akzeptanz basiert, meldeten sie sich bei dem Programm an.

„Jeder Teilnehmer bekommt eine Art Werkzeugkoffer“, erklärt Projektleiterin Anja Gretzschel. Anhand dessen müssen verschiedene innerbetriebliche Themen überprüft werden. „Es geht darum, Fehler aufzuspüren und Lösungen zu finden.“ Wer nach drei Jahren Laufzeit 24 Module für sich durchgespielt hat, erhält den Q-Siegel in der Stufe 1. „Uns geht es darum, dass sich die Betriebe die Kundenbrille aufsetzen“, sagte Gretzschel, „und das mit Engagement und Kontinuität.“

Landrat Dr. Karl-Ernst Schmidt lobte nicht zuletzt in seiner Funktion als stellvertretender Vorsitzender des Hessischen Tourismusverbands die Gäste aus ganz Hessen: „Ihre Teilnahme ist im ohnehin anstrengenden Alltag eine Herausforderung.“ Bei 300 Qualitätsbetrieben in ganz Hessen sei aber noch Luft nach oben.

Zu den ausgezeichneten Betrieben gehören Hotels und Freizeiteinrichtungen wie auch Friseure und Taxiunternehmen. „Zufriedene Gäste sind die beste Werbung für eine Region“, sagte Klaus-Dieter Jäger vom Hessischen Ministerium für Wirtschaft. „Da sollte auch der Taxifahrer einen positiven Eindruck hinterlassen.“

Für die Verleihung des Q-Siegels bot sich das „wortreich“ an, schließlich geht es auch beim Umgang mit Touristen vor allem um eines: um gelungene Kommunikation. Info: www.servicequalitaet- deutschland.de

Von Anna Lischper

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