Politiker aus Berlin und Hersfeld-Rotenburg wollen in Wiesbaden Druck machen

Zügige Planung gefordert

Einig in Sachen B 83-Ortsumgehung Lispenhausen: Staatsekretär Rainer Bomba (CDU) und CDU-Bundestagabgeordneter Helmut Heiderich (rechts). Foto: Steinbach

Rotenburg. Zwar gilt im Bundesverkehrsministerium derzeit für den Straßenbau die Losung „Erhalt vor Neubau“. Aber der aus dem hessischen Schlüchtern stammende Staatssekretär Rainer Bomba (CDU) machte Politikern aus dem Kreis Hersfeld-Rotenburg gestern trotzdem Hoffnung auf einen Neubau. Und versicherte mit Blick auf die B 83-Umgehung Lispenhausen: „Da werden wir sie nicht alleine lassen.“

Bomba war auf Einladung des CDU-Bundestagsabgeordneten Helmut Heiderich (Friedewald) in die Rotenburger Alheimer-Kaserne gekommen. Und er zeigte sich überzeugt davon, dass der Bau von Umgehungsstraße und dritter Fuldabrücke von entscheidender Bedeutung für die künftige Vermarktung des Kasernenareals ist, wenn die Bundeswehr abzieht. Das wird nach derzeitigem Kenntnisstand 2015 passieren. „Wir haben drei Jahre, das ist im Straßenbau nicht viel Zeit“, sagte Bomba: „Das muss fertig sein, wenn hier die Lichter ausgehen.“

Damit rannte er bei Landrat Dr. Karl-Ernst Schmidt (CDU) offene Türen sein. Wenn man die Kaserne vernünftig verwerten wolle, „dann geht es nicht ohne“, erklärte der Landrat zu Ortsumgehung und dritter Fuldabrücke. Und ist damit einer Meinung mit Rotenburgs amtierendem Bürgermeister Manfred Fehr (SPD) und dem künftigen Bürgermeister Christian Grunwald (CDU). Rotenburgs Stadtverordnetenvorsteher Klaus Troch (SPD) hörte die Worte des Staatssekretärs ebenso gern wie Kreistagsabgeordneter und Lispenhausens Ortsvorsteher Manfred Knoch (SPD). Jetzt sei man zwar in Berlin soweit, aber jetzt blockiere das Land den dringend nötigen Straßenbau, kritisierte Knoch.

Da weiß der Staatssekretär aus Berlin Rat. Man müsse „die Kollegen in Hessen“ jetzt drängen, mit der Planung intensiver umzugehen und mit Nachdruck daran zu arbeiten. Eine zügigere Planung müsse im Hinblick auf die Konversion machbar sei, sagte Bomba: „Das werden wir im Auge behalten.“

Er kündigte an, seinerseits mit der hessischen Landesregierung und Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) zu sprechen und zeigte sich zuversichtlich: „Wir werden das anschieben können.“ Am Schluss der Gesprächsrunde zog Christian Grunwald folgende Bilanz: „Wir sind so dicht dran an der Ortsumgehung wie seit Jahrzehnten nicht.“

Von Jörg Steinbach

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