Mary Macmaster und Donald Hay im Buchcafé

Sie zogen alle kreativen Register

Eine gelungene Symbiose aus Folklore und modernen, chilligen Grooves präsentierten Harfinistin Mary Macmaster und Schlagzeuger Donald Hay während ihres gelungenen Konzerts im Bad Hersfelder Buchcafé. Foto: Rödiger

Bad Hersfeld. Der zauberhafte Klang der keltischen Harfe hat die schottische Folkmusik fast genauso stark geprägt wie der unverwechselbare kraftvolle Sound von Dudelsack und Pipedrums. Eine echte Koryphäe auf diesem Instrument ist die 56-jährige schottische Harfinistin Mary Macmaster.

Sie spielte schon mit den Poozies, mit Patsy Seddon und zuletzt sogar mit dem Weltstar und Ausnahmemusiker Sting. Zur Zeit tourt sie mit dem schottischen Schlagzeuger Donald Hay, mit dem sie eine gemeinsame Debüt-CD produziert hat. Jetzt gastierte das schottische Duo im Bad Hersfelder Buchcafé.

Den beiden sympathischen Künstlern gelang es auf Anhieb, im Konzertsaal eine wohlige, fast familiäre Atmosphäre zu schaffen, in der das Publikum bei dem einen oder anderen geistigen Getränk den romantischen Harfenklängen bei Kerzenschein lauschte.

Drummer Donald Hay zog dabei alle kreativen Register. Er spielte mit abwechslungsreichem Equipment sehr groovige Rhythmen in einer angenehm sanften Lautstärke.

Mal waren es ultratiefe Synthesizer-Basstöne, um die Klangtiefe von Mary Macmasters E-Harfe noch zu verstärken, dann wieder integrierte er verhallte Atemgeräusche geschickt in seinen modernen Schlagzeugrhythmen.

Mary Macmaster sang mit ihrer excellenten Gesangsstimme in englisch und gälisch, während sie komplizierte Arpeggios samt Bassbegleitung auf ihrer Harfe zupfte.

Gemeinsam kreierten die beiden schottischen Musiker einen frischen und unverbrauchten neuen Sound der schnell Lust auf mehr machte.

Den Bad Hersfelder Folkfans gefiel diese Stilverschmelzung sehr. Sie lauschten genüsslich den Liedern des schottischen Duos und applaudierten langanhaltend nach jedem einzelnen Lied. (rö)

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