46 Menschen machen derzeit den Bundesfreiwilligendienst

Zivildienst-Ersatz ist im Kreis kaum gefragt

Hersfeld-Rotenburg. Seit rund zwei Jahren soll der Bundesfreiwilligendienst den Wegfall des Wehr- und Zivildienstes ausgleichen. Doch im Landkreis Hersfeld-Rotenburg bleiben seitdem viele Stellen unbesetzt, die früher von Zivildienstleistenden übernommen wurden.

Laut einer Statistik des Bundesamts für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben in Köln absolvieren im Landkreis zurzeit 46 Menschen ab 16 Jahren den Bundesfreiwilligendienst. Die Bundesfreiwilligendienstler, kurz: Bufdis, verteilen sich auf 19 Einsatzstellen. Im März 2011 waren noch 74 Zivildienstleistende im Kreis Hersfeld-Rotenburg beschäftigt.

Vor allem Jugendherbergen seien von der Umstellung auf den Zivildienst betroffen gewesen, sagt Sascha Forderung, Assistent der Leitung der Jugendherberge Bad Hersfeld. Sechs Zivis seien dort bis Mai 2011 beschäftigt gewesen. Bufdi-Stellen habe man danach zwar ausgeschrieben, dann jedoch gestrichen, da nie Bewerbungen eingegangen seien.

Auch in der Jugendherberge in Rotenburg bleibt die ausgeschriebene Bufdi-Stelle seit zwei Jahren unbesetzt. „Vorher haben wir immer zwei bis drei Zivis beschäftigt“, sagt Herbergsleiterin Anja Dietrich. Die Herberge habe sich aber gut mit dieser Situation arrangiert: „Die Zivi-Stellen waren ja als zusätzliche Unterstützung gedacht, wie die Bufdis jetzt“. Ohne diese Unterstützung klappe es auch.

Für das Kreiskrankenhaus in Rotenburg sei die Umstellung auf Bufdis keine große Veränderung gewesen, sagt Karla Krause-Heid von der Personalleitung. Derzeit seien sechs von zehn Bufdi-Stellen besetzt. Neben jungen Leuten, die den Dienst nach dem Schulabschluss antreten, gebe es auch Bufdis im Erwachsenenalter, die sich neu orientieren und den Pflegebereich kennenlernen wollen, so Krause-Heid. „Zwei unserer Freiwilligen sind über 27 Jahre alt“, sagt sie. Hintergrund,

zum Tage, Seite 2

Von Marc Hörcher

Kommentare