Bundesfreiwilligendienst: Größere Nachfrage, Finanzierung begrenzt

Zivi-Ersatz: Zahl der Bewerber steigt an

Hersfeld-Rotenburg. Die Nachfrage nach Stellen für den Bundesfreiwilligendienst (BFD) in der Region ist gestiegen. Am 1. Juli 2011 hatte der neue freiwillige Dienst den bisherigen Zivildienst ersetzt. Der BFD war in unserer Region nur schleppend angelaufen. Auf der Suche nach einer sinnvollen Tätigkeit hatten sich zahlreiche Bewerber für das etablierte Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) entschieden.

Im Klinikum Bad Hersfeld arbeiten inzwischen 20 Frauen und Männer im neuen Freiwilligendienst, berichtet Personalleiter Werner Berg: „Eine bunte Mischung aus Vollzeit- und Teilzeitkräften“. Neben jungen Menschen seien auch Rentner und Hausfrauen darunter. Durch die 20 Freiwilligen sei mittlerweile die Hälfte der ursprünglich 40 Zivi-Stellen besetzt.

Vier Freiwillige sind derzeit im Rotenburger Herz- und Kreislaufzentrum (HKZ) tätig. „Über eine noch stärkere Nachfrage würden wir uns freuen“, sagt die stellvertretende Pflegedienstleiterin, Ines Mohr.

Einen leichten Bewerber-Anstieg im Vergleich zur Anfangszeit bestätigt auch Axel Eppich von der DRK-Freiwilligenorganisation Volunta, die Stellen im Landkreis Hersfeld-Rotenburg vermittelt. Derzeit sei im Kreis eine BFD-Stelle besetzt, eine weitere könnte vergeben werden. Drei bis vier Bewerber gebe es. Problematisch sei allerdings, dass vom zuständigen Bundesamt für Familie und Zivilgesellschaftliche Aufgaben die Zahl der Stellen beschränkt worden sei. „Wir können deshalb nur jemanden einstellen, wenn ein anderer aufhört“, sagt Eppich.

Im Bundeshaushalt seien Mittel für 35 000 Stellen eingestellt, sagt Bundesamts-Sprecher Josef Opladen. Dadurch sei bei großer Nachfrage nicht genügend Geld für alle Bewerber vorhanden. Jeweils Ende Januar würden die Kontingente für die einzelnen Zentralstellen neu festgelegt.       zum Tage, Hintergrund, seite 2

Von Jan-Christoph Eisenberg

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