Neue 48-HFR-Technologie im Bad Hersfelder Cineplex – Zuschauer-Ansturm erwartet

Zitterfreier Hobbit im Kino

Horst Martin von den Filmtheaterbetrieben Martin freut sich auf ein spektakuläres Kino-Erlebnis von „Der Hobbit“ in neuem Bildformat im Cineplex Bad Hersfeld. Foto: Montage

Bad Hersfeld/Bebra. Viele Kinder öffnen in diesen Tagen die Türchen ihres Adventskalenders, doch auch für die etwas Älteren hält die Adventszeit ein ganz besonderes Bonbon bereit: Am 13. Dezember startet mit „Der Hobbit – Eine unerwartete Reise“ der erste von drei Filmen nach dem Fantasy-Buchklassiker „Der kleine Hobbit“ von J. R. R. Tolkien.

Für Bilbo Beutlins Rückkehr auf die Großleinwand sind die Kinocenter des Kreises Hersfeld-Rotenburg bestens gerüstet und warten mit einer brandneuen Bildtechnik auf.

Begeisterte Tolkien-Anhänger können den Kinostart kaum noch erwarten. „Die hartgesottenen Mittelerde-Fans haben ihre Karten schon vor Wochen reserviert“, sagt Mirko Rehs vom Biber-Kinocenter in Bebra. „Wir rechnen mit einem ähnlichen Zuschaueransturm wie zu den Vorstellungen der „Herr der Ringe“- Trilogie.“ Um das vorweihnachtliche Kinoereignis entsprechend zu würdigen, zeigt das Cinedrom Bebra das Kinoereignis in 3D.

Brandneue Technologie

Ebenfalls in 3D, aber zusätzlich noch in der brandneuen 48-HFR-Technologie will das Bad Hersfelder Kinocenter den „Hobbit“ in Szene setzen. Die Kurstadt ist einer von nur 40 Cineplex-Standorten im gesamten Bundesgebiet, die über diese neuartige Bildtechnologie verfügen. Die Bezeichnung HFR steht für Higher Frame Rate (englisch für „erhöhte Bildrate“).

Mithilfe dieser innovativen Projektionstechnik werden die Filme mit 48 Bildern pro Sekunde statt den bislang üblichen 24 auf die Leinwand projiziert. „Das eröffnet Kinoliebhabern eine völlig neue Bilddimension“, ist sich Valentina Janzen vom Cineplex Bad Hersfeld sicher. Bewegungsunschärfe und störendes Flackern aufgrund von schnellen Bewegungen oder Kameraschwenks gehörten nun der Vergangenheit an.

Das vom Oscar-gekrönten Regisseur Peter Jackson erstmals verwendete Verfahren können bei Weitem nicht alle Kinos anbieten. „Prinzipiell könnten alle 3D-Kinos auch Filme in der 48-HFR-Technologie zeigen“, schränkt Horst Martin von den Filmtheaterbetrieben Martin ein. „Die Umrüstungskosten betragen allerdings 10 000 bis 12 000 Euro.“

Finanzielle Investition

Bislang hat das Bad Hersfelder Cineplex diesen Betrag nur für den „Hobbit“ investiert. Aktuell befinden sich aufgrund der technischen Herausforderung erst eine Handvoll Filme in der 48-HFR-Version in der Ankündigung. Trotzdem hofft Horst Martin, dass sich das neue Format durchsetzen kann: „Das Ergebnis ist einfach nur spektakulär.“

Die Kinobesucher dürfen sich also auf ein filmisches Highlight freuen – gerne auch in Verkleidung. „Wir gehen fest davon aus, dass wir einige Hobbits und Elben in den Kinosälen begrüßen dürfen“, lacht Mirko Rehs.

Von Emily Spanel

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