Umtausch stellt in vielen Geschäften kein Problem dar, wird aber kaum genutzt

Zielgerichtet beschenkt

Rot gegen Schwarz: Bei City-Bags in der City-Galerie ist ein Umtausch kein Problem. Verkäuferin Doris Claaßen tauscht Ware gegen Ware um und gibt bei Vorlage des Kassenbons sogar das Geld zurück. Fotos: Radick

Bad Hersfeld. Die Weihnachtsgans ist gegessen, die Geschenke sind ausgepackt und Weihnachten ist vorbei. Aber nur, wenn die Geschenke auch die richtigen waren. Wenn nicht, kann man sich seit Dienstag erneut ins Getümmel der Fußgängerzone stürzen und entweder Geschenke umtauschen, Gutscheine, die unterm Tannenbaum lagen, einlösen oder sich mit den Geldgeschenken einen Wunsch erfüllen.

Nur wenig Umtausche

Zwar ist die Innenstadt zwischen den Jahren auch vormittags gut gefüllt, aber umgetauscht wird nur selten. Eva Kaufmann, Mitarbeiterin der Hoehlschen Buchhandlung bestätigt das. Sie erwartet auch nicht, dass noch viele Leute kommen und ungewollte Weihnachtsgeschenke zurückbringen. Allerdings werde zwischen den Jahren vermehrt eingekauft, indem Gutscheine eingelöst oder Weihnachtsgeld ausgegeben wird. Dass viele Leute Urlaub und daher Zeit haben in die Stadt zu gehen, sei dafür der Grund, sagte sie weiter.

Umtausch mit Kassenbon

Das trifft auch auf Martin Krause und seine Freundin Jessica Diebel zu, die etwas umtauschen wollen. Ein Weihnachtsgeschenk von seiner Mutter, ein Pullover, war ihm zu klein. Mit dem Kassenbon hatte er bei Jeans-Riegel die Wahl zwischen einem anderen Kleidungsstück oder Bargeld. Er entschied sich für einen neuen Pullover. Seine Freundin Jessica begleitete ihn nur in die Stadt, mit ihren Geschenken war sie zufrieden.

Auch in der Parfümerie Weber wurde wenig umgetauscht, sagte Geschäftsführerin Anita Jungmann. Natürlich lag auch mal ein falscher Duft auf dem Gabentisch, aber die Leute haben sich dieses Jahr vor dem Einkauf gut abgesprochen. Dennoch liefe das Geschäft zwischen den Jahren sehr gut, immerhin würden jetzt Gutscheine eingelöst.

Das Geschäft City-Bags in der City-Galerie hatte bisher sogar nur einen einzigen Umtausch. Im Schulbedarfsbereich seien die Kinder dabei und suchten selbst aus, was sie mögen, verriet Verkäuferin Doris Claaßen. Aber auch hier sei ein Umtausch kein Problem, denn „für unsere Kunden tun wir alles“.

Auch der Umtausch von Kleidung hält sich dieses Jahr in Grenzen. „Die Leute haben sich vorher untereinander abgesprochen und dann ihre Geschenke viel bewusster eingekauft“, erklärt Harald Lampp, der Geschäftsführer des Modezentrum Sauer. Die Zahl der umgetauschten Geschenke ginge im Vergleich zum Vorjahr zurück. Das bestätigen auch Händler aus Rotenburg. „Die Menschen machen sich mehr Gedanken und kaufen gezielter“, berichtet unter anderem Edith Fleischhut, die in der Fuldastadt Haushaltswaren und Dekoartikel verkauft.

HINTERGRUND

Von Irene Radick und Philip Streck

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