Bad Hersfelder Stadtteil will Landessieger bei „Unser Dorf hat Zukunft“ werden

Asbach hat das Ziel fest vor Augen

Im Schul- und Lehrgarten des Obst- und Gartenbauvereins zeigten einige Schüler, was sie gelernt haben.

Asbach. Noch ein Blick auf die Uhr, die Strohhüte sitzen, und dann trifft sie endlich ein, die Bewertungs-Kommission des Wettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“. Asbach ist eines von 16 Dörfern, das sich im vergangenen Jahr für die Landesbewertung qualifiziert hat.

Und die Asbacher sind nicht nur engagiert und motiviert, sondern auch selbstbewusst: „Wir wollen gewinnen und rechnen uns gute Chancen aus“, sagt Ortsvorsteherin Gabi Jordan. „Sonst wären wir ja gar nicht erst angetreten.“ Auch Hartmut Kind, der seine Mitstreiter beim späteren Rundgang immer wieder zur Ordnung ruft, wenn es zu laut und trubelig wird, ist sich sicher: „Wir haben das Zeug dazu.“ Er weiß aber auch, dass es nicht reicht, nur „ein paar Blumen zu zeigen“.

Die Asbacher haben sich nicht lumpen lassen und ein ordentliches Programm auf die Beine gestellt. „Alle haben mitgezogen und das Wir-Gefühl im Dorf ist noch einmal gestärkt worden“, lobt die Ortsvorsteherin. Mit den Planungen ist schon Ende 2014 begonnen worden – kurz nachdem klar war, dass es beim Regionalentscheid für den ersten Platz gereicht hatte. Am Wochenende wurden noch einmal die Straßen gefegt und die Gärten zurecht gemacht, schließlich will man einen möglichst guten Eindruck hinterlassen.

An fünf Stationen gab es für die Mitglieder der neunköpfigen Bewertungs-Kommission am Montag bei strahlendem Sonnenschein einiges zu erleben und zu entdecken. Die Asbacher haben alles bis ins kleinste Detail geplant, nur die Zeit sitzt ihnen im Nacken. Nach zwei Stunden muss die Jury weiter zum nächsten Dorf: Asbach im Schnelldurchgang also.

Nach der offiziellen Begrüßung und einer kurzen Einführung durch die Erste Kreisbeigeordnete Elke Künholz beginnt die Tour an der Grundschule, wo sich neben der Schule auch der Kindergarten und die Stadtjugendpflege präsentieren. Mit der Pferdekutsche geht es weiter zum Vogelschutzgebiet Schirngraben, wo Marko König vom Naturschutzbund den Gästen Rede und Antwort steht. Die Jugendfeuerwehr stellt in einem kurzen Film ihre Streuobstwiese vor, und selbstverständlich kann auch frischer Apfelsaft mit Früchten der letzten Ernte probiert werden.

Unterwegs berichtet Bürgermeister Thomas Fehling unter anderem von den ortsansässigen Firmen und dem von ihm eingerichteten Fachbereich Generationen.

Im Schul- und Lehrgarten des Obst- und Gartenbauvereins zeigen Schüler, was sie über den Anbau von Pflanzen, Gemüse und Früchten gelernt haben. Über die Hofreite Glebe geht es zum sanierten Gefrierhaus, wo die Jury zu Pinsel und Farbe greifen darf. An der evangelischen Kirche erfreuen unter anderem der Posaunenchor, der Männergesangverein und der Frauenchor die Besucher.

Zu Ende geht die Tour schließlich am Backhaus, wo die Landfrauen ein imposantes Kuchenbuffet aufgebaut haben, und auch dort zeigt sich, dass die Asbacher ihr Ziel fest vor Augen haben: „Wir werden Landessieger“ steht auf der Donauwelle. (nm)

Mehr in der HZ am Mittwoch.

Unser Dorf hat Zukunft: Asbach stellt sich vor

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