Ziel ist das deutsche Sprachdiplom

202 Flüchtlingskinder und Jugendliche an den Schulen im Kreis

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Hersfeld-Rotenburg. Die große Zahl der Flüchtlinge, die auch im Landkreis Hersfeld-Rotenburg angekommen ist, stellt die Schulen im Kreisgebiet vor Herausforderungen. 202 Kinder und Jugendliche aller Altersgruppen und mit ganz unterschiedlichen Wissensständen sind innerhalb der vergangenen zwei Jahren hier angekommen. 45 von ihnen besuchen Grundschulen im Kreis, 111 die Sekundarstufe 1 und 46 die beruflichen Schulen.

Je nach Schülerzahlen gibt es dafür an den Schulen unterschiedliche Angebote. Gleich zwei Intensivklassen sind an der Gesamtschule Geistal in Bad Hersfeld eingerichtet worden. Hier erhalten die Mädchen und Jungen aus der Mittelstufe 20 Stunden Deutsch-Unterricht pro Woche, erläutert Anita Hofmann, die Leiterin des Staatlichen Schulamtes für die Kreise Hersfeld-Rotenburg und Werra-Meißner.

An den anderen Gesamtschulen besuchen die Flüchtlingskinder ganz normale Klassen, aus denen sie jedoch an acht Wochenstunden für Deutsch-Intensivkurse herausgenommen werden.

Für die älteren Jugendlichen (16 bis 18 Jahre) sind die Beruflichen Schulen auf dem Obersberg in Bad Hersfeld als Schwerpunktschule im Schulamtsbezirk ausgewählt worden. Dort wurden, so erläutert der zuständige Lehrer Uwe Seitz, vier Klassen für das Programm InteA (Integration uns Ausbildung) eingerichtet, die von etwa 45 bis 55 Schülern besucht werden. Die Zahl schwanke, weil immer wieder Flüchtlinge den Kreis verließen oder auch abgeschoben würden. Da die Schüler über ganz unterschiedliche Sprachkenntnisse und schulisches Wissen verfügen, werden sie nach Leistungsstand eingeteilt, vom Anfänger- bis zum Fortgeschrittenen-Niveau. Ziel sei es, so Seitz, den Kurs mit dem deutschen Sprachdiplom und bei den Fortgeschrittenen möglichst auch mit dem Hauptschulabschluss zu beenden. Auch eine berufliche Orientierung gehört zum Programm.

Von Christine Zacharias

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