Landratskandidat Dr. Michael Koch (CDU) möchte, dass nichts anbrennt

Es zieht ihn in die Heimat

Liest die Zeitung gerne am Tablet: Michael Koch im Wohnzimmer seines Elternhauses. Der Sohn eines Lehrerpaars wuchs in Bad Hersfeld auf. Foto: Schankweiler-Ziermann

Bad Hersfeld. Eine schöne Kindheit habe er in Bad Hersfeld verbracht, sagt Michael Koch, sitzt entspannt im Sessel des elterlichen Wohnzimmers am Tageberg und denkt zurück, während im Kamin das Feuer brennt. Er erinnert sich an die Spaziergänge mit dem Hund der Familie oder wie er zum Lullusfest mit den Großeltern über den Marktplatz schlenderte und Schokobanane aß. Seiner Heimatregion möchte er nun etwas zurückgeben.

Jurist im öffentlichen Dienst war nach der Schulzeit am Obersberg sein Ziel. Aber als Richter sei man zu einsam, sagt er, und bezeichnet sich selbst als Teamarbeiter. Der Wunsch, in die Politik zu gehen, mitzugestalten, etwas zu verändern – als Konservativer im besten Sinne – dieser Wunsch sei gewachsen. Behutsam möchte er Veränderungen anstoßen, Gutes aber bewahren. Die Betreuung von Schulkindern am Nachmittag zum Beispiel hält er für unbedingt notwendig. „Da kann auch ein Landrat etwas tun“, sagt Koch, der erst seit 2008 CDU-Mitglied ist.

Miteinander reden

Aus seiner Zeit als Pressesprecher hat er die Erkenntnis mitgenommen, dass mehr miteinander geredet, Entscheidungen erklärt werden müssen. Manche Themen wie etwa die Klinikfusion im Kreis hält er für zu sehr politisch aufgeladen. Er wünscht sich vielmehr eine Lösung, die breite Zustimmung findet. Sein Lieblingsspruch: „Man höre auch die andere Seite“, ist eine alte Weisheit aus dem römischen Recht. Bürgerbegehren auch auf Kreisebene sieht er als gute Ergänzung.

Koch verspricht auf Kochlöffeln, die er als Wahlgeschenke verteilt, nichts anbrennen zu lassen. Ein Kochlöffel sei etwas Praktisches, sagt er, der auch selbst gerne in Töpfen rührt. Dabei bevorzugt er die einfache Küche, die auch seine beiden Kinder mögen, etwa Nudeln oder Kürbissuppe.

Skifahren ist sein Hobby von Kindheit an. Sein Vater Heinrich Koch hat den Ski-Club vor 30 Jahren gegründet. Zusammen mit den Eltern, beide Lehrer, und den Schwestern Claudia und Angela war die Familie viele Male zum Skilaufen, und heute ist es auch ein gemeinsames Hobby mit seiner Frau und den beiden Kindern.

In der Wahlkampfzeit pendelt Koch, dessen Frau seine Kandidatur unterstützt, fast täglich zwischen Erfurt und Bad Hersfeld. Das zweite Zuhause bei seinen Eltern empfindet er als Luxus. Vor dem Gartentor stehen ein Wahlplakat und ein gesponsertes schwarzes Wahlmobil, mit dem er jede Gemeinde bereist.

Ob Bad Hersfeld wieder erstes Zuhause für Koch wird, entscheiden die Wähler am 15. März. Sie sollten auf jeden Fall wählen gehen, wünscht sich der Kandidat.

Von Gudrun Schankweiler-Ziermann

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